SeniorenForum
AKTUELLES


"Stammtisch" WDR Aktiv e.V. SeniorenForum

(Regelmäßiges Treffen der Ehemaligen des WDR nebst Partnerinnen)
Termine:
stets der 2. Donnerstag in den ungeraden Monaten
Nächster Termin:
Donnerstag, 11. Januar 2018.
Treffpunkt:
Gertrudenhof am Neumarkt, Apostelnstraße 2
Uhrzeit:
17.30 Uhr
Kosten:
Kosten für Verzehr sind separat zu entrichten


DIE NÄCHSTEN ARBEITSGRUPPEN-TREFFEN DER WDR-PENSIONÄRE:

2018:

Donnerstag, 04.01.2018, 15 Uhr, WDR Funkhaus, Raum 6230
Donnerstag, 05.04.2018, 15 Uhr, WDR Funkhaus, Raum 6230
Donnerstag, 05.07.2018, 15 Uhr, WDR Funkhaus, Raum 6230
Donnerstag, 04.10.2018, 15 Uhr, WDR Funkhaus, Raum 6230

 
GEPLANTE AKTIVITÄTEN:

 

Mittwoch, 29.11.2017: Führung "Hinger de Britz" Hänneschen Theater
Es erwarten uns exklusive Eindrücke "Hinger de Britz". Bei dieser Führung erfahren wir, aus welchem Holz die Knollendorfer geschnitzt sind und auch, wieviel sie wiegen. Wir hören etwas über die Geschichte des Theaters und das Handwerk des Puppenspiels - und dies von den Puppenspielerinnen und Puppenspielern aus erster Hand! Kosten pro Person: € 12,50.
 
Führung im Wallraf-Richartz-Museum: "Tintoretto - A Star Was Born" am 17.01.2018, 14 Uhr
Als erstes Museum startet das Wallraf den internationalen Reigen von hochkarätigen Ausstellungen zum 500. Todestag des Malergenies Jacopo Tintoretto. Die Sonderschau "A Star Was Born" widmet sich dem hinreißenden Frühwerk des italienischen Meisters, der zu den produktivsten und einflußreichsten Künstlern aller Zeiten gehört. Schon in seinem Frühwerk zeigt Tintoretto seine unnachahmliche Erzählkunst, die ihm bei Jean-Paul Sartre den Ehrentitel des "ersten Filmregisseurs" eintrug. Wie kein anderer Maler reflektiert der Künstler die Lebenswirklichkeit Venedigs. Auf durchaus riskante Weise spiegelt er die sozialen und religiösen Spannungen seiner Zeit und gibt Zeugnis vom Glanz und Elend einer untergehenden Großmacht am Mittelmeer.
Kosten: ca. 16 €         

Vorschläge und Anregungen für weitere Aktivitäten sind jederzeit
willkommen! Bitte wenden Sie sich an das WDR AKTIV-Büro.


RÜCKSCHAU

Führung durch die Privat-Sammlung Jacobi am Freitag, 27.Oktober 2017

Nach einigen Absagen fanden sich 17 Mitglieder des Seniorenforums pünktlich um 15h vor dem großen Haus der Familie Jacobi ein, um die sehens- und erlebenswerte Sammlung der mechanischen Musikinstrumente zu bewundern. Begrüßt wurden wir von Frau Jacobi und den beiden kundigen Führern Herrn Scharl und Herrn Tilgner mit einem Glas Sekt und einer kleinen Einführung in die Sammlung.
Frau Jacobi erzählte eindrucksvoll, wie die Sammlung sich über Jahrzehnte vergrößerte und immer mehr Platz benötigte, so dass zuletzt dieses Haus mit vielen Nebengebäuden (eine ehemalige Schnapsbrennerei) erworben wurde, um die Exponate auch der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Herr Scharl, später auch Herr Tilgner, begleiteten diese Sammelleidenschaft zu Lebzeiten Herrn Jacobis mit großer Sachkenntnis und stehen weiterhin an Frau Jacobis Seite, um diese Sammlung zu erhalten.
Aufgeteilt in zwei Gruppen wurden wir dann rund zwei Stunden durch die klimatisierten Ausstellungsräume geleitet, die - gut präsentiert - kleine Walzenspielwerke, Gaststättenautomaten, Drehorgeln, automatische, mechanisch über Lochstreifen gesteuerte und betriebene Klaviere und Konzertflügel enthalten. Von Herrn Scharl und Herrn Tilgner wurden viele dieser Automaten "zum Leben erweckt", so dass wir über die Klangfülle dieser Geräte nur staunen konnten.
Blechplatten von Herrn Lochmann revolutionierten um 1886 als Programmträger die Spielautomaten- und Spieldosentechnik. Es konnten damit nicht nur 6 bis 8 Melodien, wie maximal bei den Walzenspielwerken möglich, auf einem Blechträger aufgebracht werden, auch ein mechanischer Plattenwechsler aus dieser Zeit ist in der Sammlung vorhanden und spielbereit.
Als großes Wunder in der mechanischen Spielautomatenwelt gilt die "Phonoliszt-Violina", mit der es gelang, die Geige zu automatisieren. Dieses Prachtexemplar mit einer Höhe von rund drei Metern konnte nur mit Mühe transportiert und im Ausstellungsraum aufgebaut werden.
Objekte der frühen Bildbetrachtung und der bewegten Bilder rundeten den Besuch in den Sammlungsräumen ab, den Abschluß der Führung erlebten wir vor einer großen Kirmesorgel mit schmetternder, durchdringender Spielweise - untergebracht in einem LKW-Anhänger.

Diese Eindrücke noch einmal in Reimform - zugesandt von Wilhelm Pütz:

"Drehorgeln" sieht man heut' selten noch
wo man viele sieht, - und das gibt es doch!
Die Sammlung Jacobi ganz privat
macht es möglich - in der Tat!!

Was hier alles steht, ist kaum zu fassen
und sich von Herrn Scharl inspirieren lassen
wie alles entstanden, fast unsäglich;
doch Herr Jacobi machte es möglich.

Er hat die Idee in den Raum gestellt
und Frau Jacobi sorgte für's Geld!!
Ne kleine "Plattenspieldose" der Firma Polyphon
das war der Anfang, wer dachte das schon.

Es folgten dann Drehorgeln, Flügel, Orchestrione
perfekt im Zustand - bei jedem Tone.
Ein Highlight die "Phonoliszt-Violina"
mit ihren Anekdoten, Entdeckung und Vita!

Alle Geräte aus vergangener Zeit
sind dank Restauratoren spielbereit.
Ich durfte, trotz emotionalen Gefühlen,
auch mit so einem "Schätzchen" spielen.

Ein Schweizer Uhrmacher hätte nie gedacht,
dass seine Idee Menschen heute noch Freude macht,
Stahlkämme als Tonquelle zu verwenden,
dass Glocken, Trommeln, Kastagnetten Töne senden.

Spannst eine Feder, einen Knopf drückst du,
brauchst nicht zu spielen, hörst nur zu.
Auch Walzenspielwerke in Bildern versteckt
hat bei uns Interesse geweckt.

In Kruzifixen, Figuren und Uhren
erzeugen die Walzen musikalische Spuren!
Die alte Jukebox und Phonographen,
sogar Telefone wir hier trafen.

Der Abschluß fand dann draußen statt
ein großes Orchestrion bot uns Musik satt!
Herr Scharl sagt uns dann unumwunden:
Jetzt wissen die Nachbarn, es hat mal wieder eine Besichtigung stattgefunden.

Ich war begeistert vom nostalgischen Hauch
und hoffe alle anderen auch!
Die Sammlung Jacobi mit allen Finessen
wird man so schnell nicht vergessen!!


Bustagestour zur Wuppertaler Schwebebahn und in das Deutsche Klingenmuseum in Solingen am 27.09.2017

Der Tag war schön - die Sonne schien -
per Bus ging's nach "Wuppertal-Vohwinkel" hin.
Eine Fahrt mit der Schwebebahn war angesagt!
Dann eine "Betriebsstörung", die Mechaniker waren gefragt.
Nichts ging mehr - die Fahrt fand nicht statt
So mancher war traurig und andere platt!
Den "Kaiserwagen" haben wir im Depot betrachtet
und auf die Worte der Vorführdame geachtet.
Nachdem die Enttäuschung etwas verflogen
sind wir ins Gasthaus "Klosterbräu" umgezogen.
Das Essen war gut, haben auch was getrunken
dann auch in Erinnerungen versunken.
Ob per Bus oder per Pedes - ganz leicht
haben wir das Klingenmuseum in Solingen erreicht..
Cevin G. Conrad - ein toller Typ
den hatten alle ganz plötzlich lieb.
Der war nicht nur cool - tolle Sprüche zuhauf
in seiner Erklärung immer gut drauf.
Ob Schere, Messer, Schwerter und Spieß
Verwendung und Zweck er wissen uns ließ
Nach anderthalb Stunden, mit Infos behangen
sind wir gemächlich zum Bus hingegangen.
Firma Gehring in Gräfrath - wir kamen dort an
ein Besuch hier - stand noch auf dem Plan.
Nachdem man uns nun recht freundlich empfangen
sind wir in den Verkaufsraum gegangen.
Schneidwerkzeuge geprüft, preiswert und gut
hier zu kaufen, das machte Mut.
Dann ging's zurück, noch gewitzelt, gelacht
der Fahrer hat uns gut nach Köln gebracht.
Dem Seniorenforum möchte ich Danke sagen
es war alles gut - bitte keine Klagen!
Die Zeilen hier und nicht's übertrieben
hat Euer Mitglied Willi Pütz geschrieben.

 
Führung "Historischer Park Deutz" am Samstag, 23. September 2017

12 Mitglieder des Seniorenforums trafen sich (trotz Irritation über den Treffpunkt) pünktlich an den Arkaden des LVR-Hauses. Herr Tremblau, Vorsitzender des Fördervereins Historischer Park Deutz, vermittelte uns in den Gewölbekellern unterhalb der ehemaligen Abtei des Benediktinerklosters einen ersten Eindruck mit Bildern und Schautafeln über die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen. Auf dem anschließenden Rundgang erläuterte er die sichtbaren Überreste aus der langen Geschichte von Deutz.

Die vorgefundenen Bodenschätze dokumentieren diese rund 1700 Jahre lange Geschichte der Besiedelung auf Deutzer Seite. Hierzu gehören zuvorderst das "Kastell Divitia" aus der Römerzeit, dessen Osttor in Überresten gut erkennbar ist. Die Bebauung innerhalb des Kastells, die Wachtürme und der durch Ausgrabungen bestätigte Verlauf der Festungsmauer sind durch unterschiedliche Bodenbedeckungen erkennbar.

Im Mittelalter gelangte die Deutzer Seite in den Herrschaftsbereich der Grafen und Herzöge "von Berg", die Teile des Kastells mit einer Burgbefestigung ertüchtigten. Diese Überreste liegen heute weitestgehend unter den Bodenplatten des Rheinboulevards.

In späteren Zeiten entstand die Benediktinerabtei St. Heribert mit den heute noch beeindruckenden Gewölbekellern und der ehemaligen Abteikirche gleichen Namens. St. Heribert wird heute von der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Kölns genutzt. Wir konnten unter Führung von Herrn Tremblau die mit großem Aufwand "trockengélegte" Krypta besichtigen. Grundwasser und erhöhte Pegelstände des Rheins führen immer wieder zu einer Durchfeuchtung der alten Mauerreste. Auch das ursprüngliche Grab von St. Heribert, eine feuchte Gruft, ist innerhalb der Kirche zu sehen.

Abschließend gelangten wir erneut in die Gewölbekeller und besichtigten dort Fundamente des römischen Kastells und Grundmauern der Abtei. Gegen 18 Uhr endete die Veranstaltung.

 
Tagesfahrt entlang der Maare in der Vulkaneifel am 28.06.2017

An diesem Mittwochmorgen fahren 38 Mitglieder des Seniorenforums frohgemut zu geologischen Höhepunkten in der Eifel. In Manderscheid steigt der "Meerfelder Wanderfuchs" Karl Weiler zu. Er erzählt, dass er viele Jahre Bürgermeister von Meerfeld war, er aber nicht so lange wie Konrad Adenauer arbeiten wollte und daher jetzt Gästeführer sei.
Als Erstes gehts vorbei an Schalkenmehren zu einem grandiosen Blick aufs Weinfelder Maar, das sogenannte Totenmaar, und dort in die kleine St. Martinskirche aus dem 11. Jahrhundert. Noch heute werden hier die Toten aus Schalkenmehren beerdigt. Heutiger Stil: klassizistischer Saalbau. Im Kircheninneren stehen Skulpturen von St. Rochus und der Schmerzensreichen. Einige suchen nach einem 50cent-Stück, um eine Kerze aufzustellen. Eine Fürbitte kann sicherlich immer jemand gebrauchen!

Unser Wanderfuchs erzählt von dem Maler Fritz von Wille sowie der Eifel-Dichterin Clara Viebig, die sagte: "Die Maare sind die Augen der Eifel", und von Alfred Tronke, dem Gründer des Eifel-Vereins.
Das nächste Highlight: die Lavabomben. Die kleinere wiegt 1,5 t und kam sozusagen "durch die Luft geflogen", während die große Bombe 120 t wiegt. Sie wurde bei Schnee auf einer Eisenplatte hierher gezogen. Lava mit  einer Dicke von 2 - 64 mm heißt Lapilli, was darunter liegt, ist Asche, das Maß darüber ist die Bombe.
Wir genießen den Anblick der Manderscheider Burgen; die Oberburg wurde zum ersten Mal im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt, die Niederburg im 12. Jahrhundert. In den letzten Jahren wurden sie vom Eifel-Verein verwaltet, der sich allerdings inzwischen zurückgezogen hat - und nun steht ein Verkauf für einen Euro an. Aber wer will schon die hohen Renovierungskosten zahlen?

Inzwischen haben wir Hunger und Durst, dem wird in der "Heidsmühle" Abhilfe geschaffen. Wir bestellen à la carte, Favoriten sind Forelle blau und Hirschgulasch.
Frisch gestärkt unternehmen wir einen 10minütigen Fußweg zum Meerfelder Maar. Es hat eine Tiefe von 18 m und eine Oberfläche von 125 ha. Etwas ganz Besonderes und unglaublich beeindruckend ist ein riesiges Meer blühener Seerosen auf der Wasseroberfläche.
Anschließend lockt wieder die "Heidsmühle", diesmal mit Kaffee und Kuchen.

Auf der Heimfahrt verabschiedet sich Frau Bauer, es war die letzte von ihr organisierte Fahrt für das Seniorenforum. Unser Busfahrer wird heftig gelobt ob seiner umsichtigen Fahrweise und... Kölns Komödienstraße hat uns wieder.

Besuch der Fordwerke Köln am 29.05.2017

Schwerpunkt der Besichtigung: Produktion des neuen Fiesta.
Die Autoproduktion besteht seit 1931. Konrad Adenauer hat damals das Gelände am Rhein für eine Reichsmark pro qm den Amerikanern zur Verfügung gestellt. In diesen Jahren fanden 619 Menschen Arbeit in Niehl. Heute hat Ford Köln 18.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen auf 2,4 qkm Betriebsgelände. Köln ist seit 1998 Europazentrale, und seit 1999 wird der Fiesta hier produziert.
In den Hallen A, F und K beherrschen Roboter das Geschehen. Hier werden 1000 Tonnen Stahl täglich zugeschnitten, gepresst und vorgebohrt. Einige dieser riesigen Automaten können innerhalb von 20 Minuten einen kompletten Werkzeugwechsel vornehmen. Die wenigen Menschen in den Hallen sind mit Qualitätskontrollen beschäftigt. In der Halle X wird die Karosserie zusammengebaut, danach durchläuft sie drei Tauchbäder vor der Lackierung. Natürlich alles wieder vollautomatisch. In der Halle Y findet die Endfertigung statt. Hier wird "Hand angelegt".
Nachdem 4 Roboter parallel an der Verbindung von Karosserie und Fahrwerk gearbeitet haben, der sogenannten "Hochzeit" - starker Motor verbindet sich mit schöner Karosserie - kommen die Mitarbeiter ins Spiel. Die Innenausstattung wird von MonteurInnen durchgeführt - nur bis der neue Fiesta "auf eigenen Beinen" stehen kann. Dann übernehmen die Kollegen von der Endkontrolle das Fahrzeug für diverse Tests wie Licht-, Wasser- und Rütteltest.
Ziel von Ford Köln ist es, den neuen Fiesta innerhalb von 13,5 Stunden fertigzustellen. Dazu gibt es in den Lagerhallen einen Materialvorrat für 1,5 Arbeitstage. Wie zum Beweis dieser Information kommen uns nach Verlassen der letzten Werkhalle mehrere Zulieferer-LKW entgegen. Ziemlich beeindruckt verlassen wir das Gelände.

 
Besuch DB-Regio Instandhaltungswerk Köln-Deutz am 10. und 17.02.2017
Es waren zwei eiskalte Vormittage, an denen wir das DB-Regio Instandhaltungswerk Köln-Deutzerfeld besuchten. Zunächst erklärte uns Herr Strauch, Leiter der Werke Köln-Deutz und Köln-Nippes, im Besprechnungsraum mit einer Powerpoint-Präsentation die Zusammenhänge des Instandhaltungswerkes. Anhand von alten und neuen Luftaufnahmen wurde die Veränderung auf den heutigen modernen Stand deutlich. In Köln-Deutz ist dank des großen Areals in Bahnbesitz Platz für weitere Neubauten zur Instandhaltung der VAREO-Flotte; dazu gehören z.B. Züge der Firmen Alstom, Siemens und Bombardier. Sie bedienen das sogenannte "Kölner Dieselnetz" mit sechs Regional-Linien im Kölner Umland. Durch die räumliche Nähe zum Werk kann bei anfallenden Reparaturen bzw. Überholungsmaßnahmen sowie bei Problemen schnell reagiert werden, zumal die Leitstelle ebenfalls hier untergebracht ist.
Nach ausführlichen Informationen über das spezielle bundesweit gültige Wartungssystem ging es in die Werkhalle. Sie ist riesig, hell, freundlich, sauber, mit angenehmer Temperatur. Die Reinigungsutensilien sind immer an der gleichen Stelle zu finden und durch eine deutliche Beschilderung gekennzeichnet. Es gibt einen Altöl-Behälter, der von Auszubildenden entwickelt wurde und der jetzt in Serie gebaut werden soll für alle Werke der DB. Es standen drei komplette Regiobahnen, je 81m lang, in der Halle. Für die Instandhaltung stehen den Mitarbeitern fünf Arbeitsstände - mit genügend Bewegungsfreiheit -  zur Verfügung. Die Arbeiten unter den Zügen können stehend ausgeführt werden. Die Gruben sind entsprechend gebaut worden, ganz nach ergonomischen Gesichtspunkten. Eine Bahn konnten wir uns auch von oben ansehen. Dazu stiegen wir auf eine moderne Dacharbeitsbühne, die an der Hallendecke montiert ist. Die Bühne erstreckt sich seitlich über die komplette Zuglänge und kann spaltfrei an das Fahrzeug herangefahren werden. Außer der Klimaanlage befinden sich noch einige andere Aufbauten auf dem Dach, die wir Kunden vom Bahnsteig aus gar nicht sehen können.
Dann durften wir in den Lokführerstand, ein Highlight des Besuchs. Die eingebauten Kontrollgeräte liefern dem Fahrer jede Menge Informationen und überwachen auch ihn selbst. So muss er z.B. den Fahrsicherheitsschalter -kurz Sifa - immer gedrückt halten, um seine Aufmerksamkeit nachzuweisen. Falls das 30 Sekunden lang nicht geschieht, erscheint ein Warnsignal rechts neben dem Fahrerpult. Nach weiteren 10 Sekunden ohne erkennbare Reaktion des Lokführers erschallt ein sehr lautes Warnsignal von der anderen Seite der Kabine, der Fahrer müsste also aufstehen, um den Ton abzustellen - und eine Zwangsbremsung wird automatisch eingeleitet. Alle Funktionen sind mehrfach vorhanden, der Lokführer kann also im Notfall immer auf ein anderes System umschalten und so die Fahrt fortsetzen. Informiert wurden wir von Herrn Weber, einem Ingenieur, der das Innenleben der Loks bestens kennt.

Nach zweieinhalb hochinteressanten Stunden voller Informationen von zwei sehr freundlichen Mitarbeitern des Instandhaltungswerks Köln-Deutzerfeld verließen wir bei immer noch Minustemperaturen diese wichtige Institution, um im Deutzer Bahnhof ein Mittagessen einzunehmen.
Außerdem hat uns Herr Strauch zu einem Besuch nach Nippes ins ICE-Instandhaltungswerk eingeladen. Wir werden das für das nächste Jahr  organisieren.


     
Besuch im Kölner Planetarium am 04.11.2016
Wer hätte gedacht, dass sich im Untergeschoss des Gymnasiums Blücherstraße in Köln-Nippes ein so interessantes und wohlbestücktes Museum zum Thema Astronomie befindet? Zunächst wurden wir jedenfalls dort von unserem engagierten jungen Führer kenntnisreich und humorvoll in die Welt unseres Sonnensystems, der Sterne, Galaxien, "schwarzen Löcher" usw. eingeführt. Danach "stiegen wir ab" ins eigentliche Planetarium, wo wir - in bequemen Sesseln sitzend und mit den entsprechenden Erklärungen versorgt - unter einem künstlichen Sternenhimmel die einzelnen Sternbilder und Sterne, ihre Position, die Milchstraße etc. so sehen konnten, wie sie bei klarem Wetter über Köln zu sehen wären. Anschließend bestand noch Gelegenheit, die einzelnen Ausstellungsobjekte im Museum intensiver zu betrachten und sie gegebenenfalls in Bewegung zu setzen. Es war ein höchst interessanter Abend.


Besichtigung und Führung neues Flora-Gebäude am 22.09.2016
Gleich wenn man den Botanischen Garten von der Zooseite kommend betritt, ist man fasziniert vom Anblick der neuen "Flora". Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch die farbenprächtige Bepflanzung der Anlage und den Springbrunnen vor dem Gebäude. Am Haupteingang wurden wir vom Objektleiter erwartet, der uns zunächst etwas zur Geschichte und Neugestaltung der Flora erzählte. Danach bewunderten wir den im Jugendstil ausgebauten großen Festsaal, der um den früheren davor liegenden Flurbereich erweitert wurde. Dadurch konnten die schönen, filigranen Jugendstilsäulen auf der rechten Seite freigelegt werden. Die neue Bühne am Kopfende des Saales entspricht den neuesten technischen Anforderungen. Im Flur konnten wir anhand der dort aufgehängten Fotos die Geschichte der Flora nachvollziehen: vom ursprünglichen Palmenhaus des Botanischen Gartens bis zum heutigen Gebäude mit der Rekonstruktion des Tonnendachs. Durch diesen Aufbau ist ein zusätzlicher Veranstaltungsraum entstanden mit wunderschöner Deckendekoration und Beleuchtung sowie einer Terrasse - sogar mit Blick auf den Dom.
Nach der Besichtigung, die für recht viele Teilnehmer schöne, nostalgische Erinnerungen heraufbeschwor, konnten wir das Gesehene im sonnigen Café "Dank Augusta" bei leckeren Kleinigkeiten noch einmal Revue passieren lassen.
Fotos von Karl-Hermann Meier finden Sie hier.   

 

Bustagestour nach Trier am 24.08.2016

Nirgendwo sonst nördlich der Alpen ist die Römerzeit so authentisch erlebbar wie in Trier. Hier ist das Zentrum der Antike in Deutschland. Mit einiger Verspätung begann die Führung...Unsere Stadtführer waren mit einer Toga/Tunika bekleidet und vermittelten uns in einem authentischen Erzählstil einen Eindruck von der Römerstadt Augusta Treverorum. Als erstes ging es in die Porta Nigra, wo unser Führer die Bedeutung und die Bauweise zur römischen Zeit erklärte. Es ist erstaunlich, wie damals gebaut wurde: ohne Mörtel, Stein auf Stein, nur verschiedentlich mit einer Stahllklammer im Inneren der Steine befestigt. Über den Marktplatz ging es dann vorbei am Trierer Dom zur Konstantin-Basilika, in römischer Zeit kaiserlicher Thronsaal, heute evangelische Kirche. Bewundernswert, dass die Basilika nur auf den Außenwänden steht, also ohne jegliche Verstrebung im Inneren. Besonders sehenswert ist hier die wunderschöne Kassettendecke. Weiter ging es dann in die spätantiken Kaiserthermen mit ihren unterirdischen Gängen, wo uns der Wasserzulauf und der Ablauf ins Kanalsystem erläutert wurde.

Im Anschluß an die Führung nahmen wir unser Mittagessen in der Weinstube zum Domstein ein, einem Restaurant mit originalen römischen Gerichten, die allen sehr gut gemundet haben. Der Nachmittag endete mit einer einstündigen Führung durch den Trierer Dom und die sich daran anschließende Liebfrauenkirche mit ihrer bunten Fensterverglasung. Nach einem interessanen und beeindruckenden Tag ging es zurück nach Köln, das wir gegen 19 Uhr erreichten.

Fotos von Karl-Hermann Meier finden Sie hier.  


Exkursion nach Nonnenwerth am 16.06.2016

Bis zum 15.06., 18 Uhr, war die Welt noch in Ordnung. Dann kam ein Anruf von der Klosterverwaltung: die Fähre ist kaputt! Der Rhein hat mit seinem Hochwasser soviel Unrat angeschwemmt, dass die Schiffsschraube davon blockiert wurde und alles zum Stillstand brachte. Bis zum 16.06. war keine Reparatur möglich. Es musste ein Ersatzprogramm her. Herr Berger, Verwaltungsdirektor des Klosters, bot an, die Anna-Kapelle in Remagen zu besuchen, die zum Kloster gehört. Er würde Fotos zeigen und über das Kloster und dessen Geschichte referieren. Gesagt, getan, zur gleichen Uhrzeit waren wir vor Ort, nur eben im Klostergarten mitten in Remagen. Diese Anna-Kapelle ist ein richtiges Kleinod. Sie wurde sozusagen von den Franziskanerinnen auf Nonnenwerth aus dem Dornröschenschlaf geweckt und sehr geschmackvoll, auch mit künstlerischen Eigenleistungen der Nonnen, wieder aufgebaut. Sie ist heute eine Begegnungsstätte für die Bürger von Remagen und seit letztem Jahr wird sie auch für standesamtliche Hochzeiten genutzt.

Mit kräftiger und engagierter Unterstützung von Herrn Engelstädter konnten wir anschließend das Remagener Friedensmuseum besuchen. Der ehrenamtliche Mitarbeiter hatte zwar Kassendienst, hat uns aber sehr gern durch die Räume geführt. Er erzählte uns, dass er Nachfahre eines an der Verteidigung der Brücke beteiligten Soldaten ist. Der ehemalige Bürgermeister von Remagen, Herr Hans Peter Kürten, hatte die Idee und hat sie hartnäckig verfolgt: Am 7.3.1980 konnte das Friedensmuseum Brücke von Remagen endlich eröffnen. Seit 2003 ist eine komplett neue Ausstellung in den alten Brückentürmen zu besichtigen. Einwohner von Remagen, deutsche und amerikanische Veteranen haben Fotos, Tagebuchausschnitte mit darin enthaltenen Zeichnungen und deutsche sowie internationale Zeitungsausschnitte gespendet. Das neueste Objekt ist ein Stück Eisenbahnschiene, das der Rhein beim Niedrigwasser 2015 freigegeben hat. Ein kleines, feines Museum.
Der letzte Punkt unseres Ausflugs war die einzig verbliebene Konstante: das Abendessen bei unserem ehemaligen Kollegen, Herrn Diedenhofen, in Kripp. Es war lecker und wir konnten gesättigt und voller schöner Eindrücke die Heimreise antreten. Und das auch noch bei strahlender Abendsonne. Ein gelungener Ausflug!


Führung Kölner Dom innen mit Schatzkammer am 23.05.2016


Nachdem vom Seniorenforum bisher Führungen unter dem Dom und über die Dächer angeboten wurden, konnten jetzt das Innere der Kathedrale sowie die Schatzkammer besichtigt werden. Die Führung startete im Inneren des Doms, wo die Gästeführerin mit ihren Ausführungen zur Baugeschichte begann. Erbaut wurde der Dom in den Jahren 1248 bis 1880. Er zählt zu den weltweit größten Kathedralen im gotischen Baustil. Sehenswert sind unter anderem die bunten Glasfenster, von denen ein Großteil (Fenster des 19. Jahrhunderts) im Krieg zerstört wurde, da nicht alle ausgebaut werden konnten. Die Fenster bedecken eine Fläche von rund 10.000 qm, wovon etwa 1.500 qm aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind. Damit stammen sie aus unterschiedlichen Epochen  und tragen wesentlich zum Gesamteindruck der Kathedrale bei. Das neueste Fenster ist das Richter-Fenster, das 2007 entstanden ist. Der Künstler hat das Fenster kostenlos erstellt, der Einbau wurde gestiftet. 
Weiter ging es zum Chorraum, den man nur im Rahmen einer Führung betreten kann. Hier ist der aus dem 13.Jahrhundert datierte Dreikönigenschrein aufgestellt, er ist die größte Goldschmiedearbeit des Mittelalters in Europa. Das spätmittelalterliche Chrorgestühl aus dem 13. Jahrhundert ist mit 104 Sitzplätzen das größte in Deutschland und weist als Besonderheit jeweils einen reservierten Platz für den Papst und den Kaiser auf. Es ist mit reichhaltigen Schnitzereien versehen, auch unterhalb der aufklappbaren Sitzflächen. Der Boden des Chorraums ist mit einem Mosaik von Villeroy & Boch, datiert aus dem 19. Jahrhundert, ausgestattet. Zum Abschluß der Dombesichtigung gingen wir zum Altarbild von Stephan Lochner, das die Stadtpatronen darstellt.
Danach ging es in die Schatzkammer, die sechs Räume auf drei Etagen umfasst. Hier sind kostbare Reliquiare, liturgische Geräte und Gewänder sowie Insignien der Erzbischöfe und Domgeistlichen vom 4. bis zum 20. Jahrhundert zu sehen. Der Neubau der Domschatzkammer in den ausgebauten historischen Kellergewölben des 13. Jahrhunderts an der Nordseite des Doms wurde am 21. Oktober 2000 eröffnet. Die Gästeführerin berichtete vom Einbruch in die alte - für die damalige Zeit als optimal gesichert geltende - Schatzkammer am 2. November 1975. Wertvolle Monstranzen und Kreuze wurden entwendet. Die Täter konnten mit Hilfe der Kölner Unterwelt gefasst und zu höheren Freiheitsstrafen verurteilt werden. Einen Teil ihrer Beute, wie etwa die goldene Monstranz von 1657, hatten sie eingeschmolzen.
Zum Ausklang der schönen und interessanten Besichtigung gab es dann noch ein Zusammensein im Brauhaus Gaffel am Dom.
Fotos von Ingrid Purz finden Sie hier.


  

Rückblick auf die Besuche am 23. und 24.02.2016 bei der neuen KVB-Leitstelle

In einem Besprechungsraum wurden wir zunächst über statistische Fakten informiert, z.B., dass täglich ca. 350 Bahnen und 324 Busse im Einsatz sind. 2015 wurden rund 276 Mio Fahrgäste transportiert. Der Besprechungsraum ist durch eine Glaswand vom Einsatzraum, der Leitstelle, getrennt. Wenn gravierende Ereignisse es erfordern, kommt hier der Krisenstab der Stadt Köln zusammen, der so einen direkten Einblick in die aktuelle Krisenentwicklung hat und entsprechend handeln kann.

Der Blick fällt auf die Multimediawand an der Stirnseite, die das Liniennetz der KVB (rechts) und das Stromnetz der KVB (links) wiedergebt. Mittig befinden sich neun Videomonitore, die von den Kameras der Haltestellen beliefert werden.Davor sind 14 Arbeitsplätze in drei Reihen stufenförmig angeordnet. Jeder Arbeitsplatz ist mit Telefon, Digitalfunk und 6 bis 7 Monitoren bestückt. Auf diese Bildschirme kann jeder Mitarbeiter Detailinformationen heranzoomen oder Bilder auf die Multimediawand schicken, um die Aufmerksamkeit des Teams darauf zu lenken. Alle Informationen werden in Echtzeit angezeigt.Das Team besteht aus ehemaligen Fahrern und arbeitet im Schichtbetrieb. Der 525qm große Raum wirkt hell und freundlich, u.a. durch große Fenster, ist aber ohne direkte Sonneneinstrahlung, um eine Blendung auf den Monitoren zu vermeiden.


Besuch des Fraunhofer-Instituts in Bonn-Wachtberg am 2.12.2015

Die Gruppe der rund 30 WDR-Pensionär/innen wurde um 13.45 Uhr von einem Bus der Fa. Pultke am Filmhaus abgeholt und erreichte pünktlich nach einer Stunde das Ziel der Exkursion in Wachtberg.

Es folgten Ausweiskontrolle und Begrüßung. Danach hörten wir zwei detailreiche Vorträge: Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) in Wachtberg konzentriert sich auf die Kernkompetenzen Elektromagnetische Felder, Hochfrequenzsysteme, Signalverarbeitung und Bildgebung, "Kognitives Radar" und Weltraumradar - unterstützt durch eine entsprechend ausgelegte Informationstechnik. Die Mitarbeiterzahl am Institut belief sich in 2014 auf rund 300.

Erzielte Erkenntnisse finden Anwendung in Konzepten und Techniken in den Geschäftsfeldern Verteidigung, Weltraum, Verkehr, Umwelt(-schutz), Sicherheit und Produktion - dazu wurden einige Anwendungen beispielhaft erläutert.

Anhand der Budgetentwicklung (2014: knapp 30 Millionen Euro) ist zu erkennen, dass wesentliche Mittel vom Bundesministerium der Verteidigung zur Verfügung gestellt werden, aber auch Gelder aus EU-Investitionen, der Wirtschaft, öffentlichen und zivilen Aufträgen einfließen.

Hier drei Beispiele:

Einsatz der kognitiven Radartechnik bei einsturzgefährdeten Gebäuden zur Absicherung der Helfer vor Ort. Das Radargerät wird auf einem Fahrzeug des "Technischen Hilfswerks" aufgebaut und vermag bei kleinsten Veränderungen von Mauerwerk, Dach etc. rechtzeitig einen Einsturz des Bauwerks vorherzusagen.
Die Beobachtung des Weltraumschrotts (2015: rund 18.000 Teile mit einem Durchmesser von 10 cm und mehr) zwecks Ermittlung der Bahndaten und Prognosen für die Sicherheit der Raketen und Satelliten werden mit dem Weltraumbeobachtungsradar "Tira" durchgeführt. Dieses wurde auch bereits erfolgreich eingesetzt, um Zustände der Satelliten zu diagnostizieren: Ist der ins Trudeln geraten? Ist das Solarpaneel ausgefahren?
Radargeräte im Kfz-Wesen für eine Verbesserung der Fahrerunterstützung (Bremsen, Ausweichen,... Kollisionsvermeidung!) werden derzeit getestet.

Die anschließende Besichtigung des Radioteleskops "Tira" war ein wenig enttäuschend. Aus der Bodenperspektive innerhalb des Gebäudes wirkten der Spiegel und die Verkleidung gegen Witterungseinflüsse recht beeindruckend - was die Größe angeht - aber irgendwie doch sehr technisch. Von draußen, aus seitlicher Sicht, vermittelte das Bauwerk, die helle Verkleidung des Radars, im Lichtschein der untergehenden Sonne einen friedlichen, wenig spektakulären Eindruck.

Gegen 18 Uhr waren wir zurück am Appellhofplatz - wenig ermattet von körperlichen Anstrengungen, aber angefüllt mit vielen Informationen zu den Fraunhofer-Instituten.


   Tagestour nach Aachen am 5.11.2015

Mit einem komfortablen Reisebus der Fa. Gäke fuhren wir nach Aachen. Am Aachener Dom erwarteten uns zwei Führer, die uns - in 2 Gruppen - durch die Schatzkammer und den Dom führten.

Zuerst besuchten wir die Schatzkammer. Sie birgt einen der bedeutendsten Kirchenschätze Europas. Wir sahen sakrale Kunstschätze aus spätantiker, karolingischer, ottonischer, staufischer und gotischer Zeit. Seine herausragende Stellung verdankt der Domschatz vor allem der Tatsache, dass jahrhundertelang der heutige Aachener Dom Wallfahrtskirche und Krönungskirche der römisch-deutschen Könige war. Das bedeutete viele wertvolle Stiftungen.

Kaiser Karl der Große machte Aachen um 800 zum Mittelpunkt seines europäischen Reiches und damit die Marienkirche zu seinem unbestrittenen Mittelpunkt - den heutigen Aachener Dom. Als Karl der Große 814 starb, wurde die Kirche seine Begräbnisstätte. 936 begann mit der Krönung Otto I. die glanzvolle Geschichte der Aachener Krönungen. Im Laufe von 1200 Jahren erhielt der Dom seine heutige Gestalt und Ausstattung. So ist er heute das überragende Hauptwerk karolingischer Architektur und eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler in Europa. Als erstes deutsches Denkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Nach fast zwei Stunden Kultur konnten wir dann im Aachener Brauhaus ein deftiges Mittagessen genießen. Danach hatten wir Gelegenheit, während einer Führung bei Printen Klein den Nachtisch einzunehmen. Herr Klein vermittelte auf sehr vergnügliche Weise seine Leidenschaft für Printen. Wir konnten nach Herzenslust naschen und anschließende noch jede Menge einkaufen. Übrigens: Printen Klein findet man auch auf dem Kölner Weihnachtsmarkt am Dom. Handgemachte Printen lohnen sich!

 
Große Hafenrundfahrt zu ausgewählten Kölner Häfen am 17.09.2015


Obwohl schon vor einigen Jahren eine Hafenrundfahrt des Seniorenforums stattgefunden hat, war die Teilnahme an dieser Schiffstour am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen trotz des wechselhaften Wetters wiederum sehr hoch. Die vereinzelten Regenschauer konnten die Freude und das Interesse der 35 Teilnehmer nicht schmälern. Die Erläuterungen der Reiseführerin waren verständlich und sehr interessant. Den Rheinauhafen und den Deutzer Hafen streiften wir aus Zeitgründen nur kurz. Der Rheinauhafen wird beherrscht von der dekorativen Bebauung: Kranhäuser, "Siebengebirge" und anderen Wohn- und Bürohäusern. Im Deutzer Hafen, "Tor zum Bergischen Land", werden jährlich 350.000 Tonnen umgeschlagen, und zwar hauptsächlich Getreide, Futtermittel, Schrott. Außerdem ist hier Sitz der Wasserschutzpolizei und des Schifffahrtsamtes. Der richtig idyllisch wirkende Mülheimer Hafen diente im Mittelalter als Schmugglerhafen, heute wird er als Reparaturhafen von der Köln-Deutzer Werft genutzt. Das Highlight der Rundfahrt war der Niehler Hafen, mit diversen Hafenbecken flächenmäßig größter Hafen Kölns und der zweitgrößte Binnenhafen in Deutschland. Beeindruckende Container-Verladestationen mit riesigen Kränen bestimmen das Bild. Hier werden pro Jahr 2,5 Mio Tonnen umgeschlagen, mehr als 2.000 Schiffe gelöscht, verladen auf Lastwagen und Schiene (es gibt einen eigenen Gleisanschluß). Das Hafenbecken 4a am Ende dient als Abstellbecken für die "Weiße Flotte" der KD. Hier unterhält die KD auch ihren Instandsetzungsbetrieb für die Personenschiffe. Außerdem liegt hier noch eine kleine Kostbarkeit auf der Suche nach einem Investor: Das ehemalige Ratsschiff der Stadt Köln, von außen recht bescheiden, aber innen soll es absolut luxuriös eingerichtet sein. Drei Stunden mit vereinzelten Regenschauern, hin und wieder etwas Sonne, leichtem Wind, netten Gesprächen und interessanten Informationen: ein wunderschöner Nachmittag.
Fotos von Ingrid Purz finden Sie hier.   

Tagesfahrt zum Gasometer in Oberhausen und zur Villa Hügel, Essen, am 27.08.2015

In der Ausstellung "Der schöne Schein" in den beiden unteren Hallen des Gasometers sind Repliken von Gemälden und Skulpturen bekannter Künstler - teilweise stark vergrößert - exponiert ausgestellt. In der Eingangshalle sind die Objekte thematisch gegliedert; auch eine Nachbildung der Nike, die erste in Menschengröße und proportional stimmiger Gestalt erschaffene Skulptur - und das bereits 400 Jahre v.Chr. - kann dort bewundert werden. Es gibt eine Gruppe Bilder zum Thema "Die Erhabenheit der Natur" mit phantastischen, naturgetreuen Zeichnungen. In der zweiten Etage ist eine vergrößerte Kopie der "Mona Lisa" zu sehen. Gegenüber hängt ein großes Schwarzweißfoto von Greta Garbo, ein modernes Schönheitsideal. Zur Abrundung des Themas finden wir dort außedem eiine Replik der "Nofretete".
Treppen führen hinauf zu den "Himmlischen Sphären", eine Lichtinstallation von Grafikstudenten über eine 320-Grad-Leinwand. Sie füllt den resigen runden Raum bis zur 100 m hohen Decke aus. Man kann asuf Treppenstufen sitzen oder Liegekissen nutzen, um das Lichtspektal zu genießen. Die sphärischen Klänge dazu lassen den Besucher für 20 Minuten Raum und Zeit vergessen. Mit einem gläsernen Innenaufzug kann man dann noch auf die Aussichtsplattform in 110 m Höhe fahren und die Umgebung betrachten.
Villa Hügel
wurde als Familiensitz von Alfred Krupp selbst entworfen. Im usprünglichen Bau wurde für Fenster- und Türrahmen sowie Treppen nur Stahl verbaut. Die Räumlichkeiten hatten dadurch etwas Leichtes und Helles, da auch keine Tapeten, Gardinen und Teppiche zur Inneneinrichtung gehörten. Alfred Krupp hatte sehr große Angst vor Feuer. Deshalb konzipierte er eine entsprechende Heizung sowie Wasseranschlüsse für alle Bewohner, auch im Gästehaus. In der Suite für den Kaiser im Haupthaus gab es sogar ein eigenes Bad. Auch die große Halle im 3. Stock wirkte durch diese Stahlkonstruktion fast wie ein Wintergarten, mit wunderbaren Schmiedearbeiten an den Säulen und Dachstreben am Glasdach. Die heutige Version mit Holzvertäfelung und Bildern, Tapeten und Teppichen wurde von den nachfolgenden Generationen in Auftrag gegeben. Das Gästehaus und langjähriges Domizil von Margarethe Krupp hat drch die helle Einrichtung mit großen Fenstern noch etwas von der ehemaligen Leichtigkeit.
In der 1. Etage des Haupthauses, in der Nähe der Kaisersuite, liegt das ehemalige Arbeitszimmer von Alfred Krupp, mit einem riesigen Schreibtisch. Diesen hat auch Bertha Krupp benutzt, als sie nach dem Tod ihres Gatten inoffiziell die Firmenleitung übernahm. Für die Öffentlichkeit blieb sie Hausfrau und Mutter und für soziale Belange zuständig.
Die Gartenanlage hat Alfred Krupp völlig neu gestaltet. Aus dem Selbstversorger-Nutzgarten wurde innerhalb von 10 Jahren ein Park nach englischem Vorbild gestaltet.
Fotos von Ingrid Purz finden Sie hier.

Besuch im Braunkohletagebau Weisweiler/Inden am 25.06.2015

Unser Besucherbetreuer, Herr Theo Schlösser, Ingenieur in der Tagebauplanung, führt uns zunächst in einen Raum mit Wandtafeln zu Veranschaulichung seiner späteren Ausführungen. Danach erwartet uns ein geländegängiger Truck für die Fahrt in den Tagebau.

Wir fahren zuerst durch den Ort Inden-Altdorf. Die ehemals getrennten Orte sind vor 20 Jahren im Rahmen der Umsiedlung zusammengelegt worden und heute zusammengewachsen - als wäre es immer schon so gewesen.

Der erste Halt ist der Aussichtspunkt Inden. Die weit entfernten Bagger wirken von hier aus klein. Dieser Eindruck wird später widerlegt. Dann geht es ab in das Loch von Inden über unbefestigte und asphaltierte Pisten. Vorbei an einem Transportband-Knotenpunkt, der je nach Bedarf elektronisch gesteuert werden kann. Die Kohle z.B. ist direkt für das Kraftwerk, Sand und Kies entweder für den Bereich Rekultivierung oder zur industriellen Aufbereitung und späteren Verkauf bestimmt. Dann nähern wir uns einem der Schaufelradbagger, der z.Zt. Kohle fördert. Der Truck fährt ohne Probleme unter dem Transportband des Baggers durch, direkt neben das Schaufelrad. Diese Geräte sind 24 Stunden im Dienst und werden mit drei Schichten von jewels vier Personen bedient. Technische Daten: Länge 240 m, Höhe 96 m, Gewicht 13.500 Tonnen. In den Aufbauten befinden sich Werkstätten, Küche, Aufenthaltsräume und Sanitäranlagen. Zur Zeit ist das Schaufelrad genau auf die Kohle ausgerichtet, die ursprünglichen Erdschichten darüber sind bereits abgebaut. Wir können die Kohlebrocken auf dem Transportband seitwärts und oberhalb unseres Trucks vorbeigleiten sehen. Auf dem Rückweg fahren wir einige Meter neben diesem Band her bis zum großen Verteilerpunkt in Richtung Kraftwerk.

Für uns führt der Weg nun in das rekultivierte Gebiet hinter dem Tagebau. Der wertvolle Lößboden wird als erstes abgebaut und sicher deponiert, später im Rekultivierungsgebiet als letztes wieder aufgebracht. Anschließend beginnt für zukünftiges Ackerland eine 7jährige Vorbereitungsphase, bis der neue Landwirt übernehmen und arbeiten kann.

Im Bereich des Tagebaus Inden mußte auch der Fluß Inde verlegt werden. Er hat jetzt freien Lauf für etwa 12 km und kann in einer überwiegend bewaldeten Niederung frei mäandern. Die Anlage von Wasserflächen ist ein Auftrag bei der Rekultivierung. Seen, Weiher und Feuchtbiotope sind mittlerweile in allen Teilen des Reviers entstanden. Sie bieten nicht nur den Menschen, sondern auch der Tierwelt eine Heimat. Die Vogelwelt ist an vielen Stellen artenreicher als früher.

Den Abschluß der Exkursion bildete ein leckeres Mittagessen im Geuenicher Hof.

 Besuch der Grotten von Remouchamps und des Safari-Parks Monde Sauvage am 28.05.2015
Nach einer schönen Busfahrt trafen wir pünktlich an den Grotten von Remouchamps ein. Ein schmaler bergauf und bergabwärts führender Weg brachte uns zu wunderschönen Räumen. Unser Führer erzählte, daß Touristen bereits 1828 die Grotten besuchten und Fackeln als Lichtquelle benutzten. Die heutige Beleuchtung gewährt einen guten Blick auf die unterirdische Schönheit der Stalagmiten und Stalaktiten. Immer wieder wies unser Führer auf besonders prächtige Tropfsteingebilde hin, wir kamen aus dem Staunen kaum heraus. Am Ende des Fußweges ging es über eine Wendeltreppe hinab zum Fluß Rubicon, der durch die Grotten fließt und in dem blinde weiße Garnelen leben. Sie ernähren sich von Lehm und Pflanzenteilen. Das Highlight der Besichtigung war dann die Bootsfahrt auf dem weltweit längsten unterirdisch befahrbaren Fluß. Das erste Stück der 800 m langen Fahrt führte durch eine sehr hohe Galerie. Etwas weiter verläuft der Fluß durch einen regelrechten Tunnel, der sich im Laufe der Zeit in den Felsen gegraben hat. Mitten im Fluß Rubicon hat sich aus dem Zusammentreffen einer Stalagmite mit einer Stalaktite eine Säule, genannt "Palmier" (Palme), gebildet. Kurz hinter der Palmensäule wird der Flußlauf deutlich enger, niedriger und dunkler, so daß unser Führer immer wieder darauf hinweisen mußte, daß wir unsere Köpfe einziehen sollen und die Hände auf keinen Fall über den Bootsrand hinaus hängen lassen. Die Besichtigung endete nach ca. 1 1/4 Stunden.
Danach ging es mit dem Bus zum Safari-Park, wo wir mit einem Begrüßungsgetränk und sich daran anschließendem Mittagessen erwartet wurden. Nach dem Essen besuchten wir diverse Tiershows, die Papageien-, die Seehunde- und Seelöwen- sowie die Greifvogelshow. Zum Abschluß wurden wir mit einem Bimmelzug durch den Safari-Park gefahren, in dem eine Vielzahl wild lebender Tiere zu sehen ist. Das Ganze vermittelte den Eindruck eines afrikanischen Safarigeländes. Nach einem letzten Zusammensein bei Kaffee und Kuchen fuhren wir dann mit vielen neuen Eindrücken nach Köln zurück.

Fotos von Karl-Hermann Meier und Andreas Sigmond finden Sie hier.


Führung durch Schloss Benrath und Museum für Europäische Gartenkunst am 05.02.2015


Nach der Begrüßung im Torhaus der Schlossanlage wurden wir durch den seitlichen Dienstboteneingang ins Untergeschoss geführt. Unsere Führerin, Frau Bartsch, erklärte uns anhand eines Modells die Anlage und die Entstehungsgeschichte des Schlosses. Im 18. Jahrhundert ließ Kurfürst Carl Theodor das Schloss mit den Gärten vom kurpfälzischen Garten- und Baudirektor Nicolas de Pigage errichten. Es war als sommerliches Lust- und Jagdschloss gedacht und sollte auch als Witwensitz für seine Frau, Kurfürstin Elisabeth Auguste, dienen. Das Schloss wurde aber nie bewohnt.

Über die repräsentative breite Freitreppe gelangten wir in das Haupthaus der Schlossanlage, das Corps de Logis. Wir besichtigten zuerst die großzügige Eingangshalle und den prunkvollen Kuppelsaal, der als Musiksaal diente (unsichtbar aus der Kuppel konnten die Musiker ihre Aufführungen erklingen lassen). An den Kuppelsaal schließen sich die privaten Gemächter des Kurfürstenpaares an. Im lichtdurchfluteten und mit vielen Spiegeln versehenen Privatgemach der Fürstin Elisabeth Auguste bestaunten wir den Glanz und den Prunk, mit dem dieser Raum ausgestattet ist und der einen Blick auf den Park freigibt. Im Vestibül stellt der Stuck die vier Jahreszeiten und die ihr zugeordneten vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer dar. In der oberen Etage besichtigten wir die kurfürstlichen Wohnungen mit schönem Raumschmuck, historischen Möbeln, Porzellan sowie einer erlesenen Auswahl von Gemälden.

Im Anschluss besichtigten wir noch das Museum für Europäische Gartenkunst im Kavaliersflügel. Es ist thematisch einzigartig und widmet sich der Gartenkunst in all ihren Facetten. Wir erhielten Einblicke in die Kulturgeschichte und Entwicklung der Gärten als Kunstform von der Antike bis zur Gegenwart.

Nach zwei Stunden endete die Besichtigung dieses architektonischen Gesamtkunstwerkes.

 Werksbesichtigung bei der Deutz AG in Porz am 19.01.2015

Die Gruppe der WDR-Pensionäre wurde am Haupteingang des Werks von Herrn Asselborn, dem ehrenamtlichen Führer und früheren Leiter des Ausbildungswesens, empfangen. Zusammen gingen wir in das Museum, wo wir über die Entstehungsgeschichte der Deutz AG, früher Klöckner Humboldt Deutz, informiert wurden. Anschließend erklärte uns Herr Asselborn anhand der dort vorhandenen Modelle die Motoren von der Entstehung bis zu den heutigen Modellen, die vorwiegend für den industriellen Bereich gebaut werden. Nach dieser anschaulichen Darbietung ging es dann in die Produktionshalle. Von der Galerie aus konnten wir beobachten, wie die Motoren an den einzelnen Stationen jeweils in kleinen Gruppen bis zur Endproduktion gefertigt werden. Jede Gruppe fügt entsprechende Einzelteile hinzu. Was besonders auffiel, war, dass nur ganz wenige Roboter eingesetzt werden. Die benötigten Einbauteile werden von automatischen Materialwagen geliefert, die computergesteuert Fertigungsteile, wie Schrauben etc., zu den jeweiligen Arbeitsgruppen bringen. Der Materialvorrat reicht für 4 Stunden. Bei zwei Schichten am Tag benötigt die Deutz AG ca. 80 LKW-Ladungen für jeden Arbeitstag. Das Logistik-Unternehmen Stute hat sich darauf spezialisiert, mit Roll on/Roll off-Trucks die pünktliche Belieferung zu gewährleisten.
Nicht nur der An- und Abtransport in der Werkshalle ist automatisiert, auch die Trucks sind entsprechend ausgerüstet. Der Fahrer schließt zwei Kabel des Fahrzeugs an und danach erst öffnen sich die Rolltore des Trucks und der Halle. Per Förderband entlädt sich der LKW automatisch. Die Transportroboter übernehmen in der Halle. Dort warten bereits das Leergut zum Abtransport oder die fertigen Motoren. Diese werden in Zweierreihen und jeweils auf Paletten festgezurrt in den Truck befördert. Sie stehen dicht an dicht und benötigen keine zusätzliche Befestigung im Laderaum. Über die Kabelverbindung vom Werk zum Truck speichert der Bordcomputer im Fahrerhaus die Daten der Ladung. Es sind keine weiteren Papiere vonnöten und kaum Handgriffe durch Personen erforderlich. Der Fahrer darf den Truck aber "noch" selbst fahren. Wenn man bedenkt, dass alle 90 Sekunden ein Motor fertig ist, darf er das auch oft.

Es war nach Meinung aller Teilnehmer ein sehr interessanter Nachmittag.


Nacht-Spezial-Führung, Flughafen Köln/Bonn, am 13.11.2014

Nach der Begrüßung durch Frau Peske vom Besucherdienst und der Aushändigung der Besucherausweise begann die Führung in den Terminals 1 und 2. Die ersten Stopps legten wir vor dem neuen Digital-Abflugmonitor und dem Lokal "Ständige Vertretung" ein. Vom Terminal 1 blickten wir in den Terminal 2, der im Jahr 2000 eröffnet wurde. Die Stahl-Glas-Konstruktion sorgt durch Leichtigkeit und Transparenz für einen großen Anteil von Tageslicht im Terminal. Abseits von Flugbetrieb und Reisetrubel besuchten wir im Terminal 2 den Gebetsraum. Hier finden Flugpersonal, Flughafenmitarbeiter und Gäste einen Ort der Ruhe. Der Raum steht Besuchern aller Glaubensrichtungen offen; auf religiöse Symbolik wurde bewußt verzichtet.

Von der Besucherterrasse aus konnten wir einen Blick auf die hell erleuchteten Vorfelder mit regem Betrieb, die Start- und Landebahn und den Frachtbereich werfen.

Bei der anschließenden Präsentation erfuhren wir etwas über die Geschichte und Entwicklung des Flughafens. Da der Flughafen im Naturschutzgebiet Wahner Heide liegt, muss eine ökologische Kompensation durchgeführt werden. So entstand u.a. das Beweidungsprojekt mit Schafen/Ziegen und Glanrindern.

Mit Warnwesten bestückt und nach einer Personenkontrolle begann das Highlight des Abends: Mit dem Shuttle-Bus fuhren wir über die Vorfelder an Containeranlagen, Ladebrücken, Frachtmaschinen und am Airbus ZERO G (wird überwiegend zum Testen von Raumfahrttechnologien genutzt, schwerelos für 22 Sekunden) vorbei. Wir beobachteten ein ankommendes Passagierflugzeug und erfuhren, dass dies in maximal 30-40 Minuten abgefertigt wird (tanken, andocken Catering-Fahrzeug zum Wechseln der Essenboxen, Gepäck aus- und einladen, Passagiere aus- und einsteigen, Kontrollgang um das Flugzeug).

Vor der Besichtigung des Fracht- und Sortierzentrums des US-Logistikunternehmens UPS erhielten wir zunächst eine Präsentation. Seit 1986 ist UPS am Flughafen Köln/Bonn tätig; im März 2014 wurde das erweiterte und eines der weltweit modernsten Sortierzentren für Expressfracht in Betrieb genommen. Köln ist das europäische Drehkreuz; alle Sendungen für oder aus Europa werden hier umgeschlagen. Zunächst werden alle Pakete gescannt, erhalten einen Barcode und später noch einen Sammelcode. Aus 19 Meter Höhe in der Sortierhalle konnten wir den Weg der Pakete auf der Bandanlage verfolgen. Durch den Barcode fallen die Pakete in die richtigen Schalen und dann in die Packsäcke, die einen neuen Code bekommen, über ein weiteres Band transportiert werden und dann irgendwann im richtigen Container landen. Große Pakete werden per Hand in die Container geladen. In der unteren Ebene werden die Container gewogen und zu den Frachtmaschinen gefahren. Auf der 40 km langen Bandanlage werden bis zu 190.000 Pakete pro Stunde sortiert. Frachtgut, das z.B. um 0.00 Uhr im Sortierzentrum ankommt, verläßt es spätestens wieder um 3.00 Uhr. Die Hauptsortierzeit liegt zwischen 23.00 und 2.30 Uhr. Jede Nacht fliegen 37 Frachtmaschinen das UPS-Sortierzentrum an. Kurz vor 1.30 Uhr endete für uns eine beeindruckende und informative Führung.

Fotos finden Sie hier.

Führung durch die Ausgrabungen unter St. Severin in Köln am 09.10.2014

Vor der Severinskirche referiert die Kunsthistorikerin Petra Lentes-Meyer über den romanischen Stil der Kirche, deren Westturm zu Gunsten des spätgotischen Nachfolgebaus 1393 abgebrochen wurde. Während des 14. + 16. Jhds wurde auch das Langhaus im spätgotischen Stil erneuert. Ein witziges Detail: In einem Kirchenfenster erscheint ein bunter Clown, der abends angeleuchtet ist, eine Arbeit von Paul Weigmann (1. Reihe unten, 2. Fenster von links). - Über dem Portal 4 Figuren: St. Severin, St. Bruno, St. Cornelius und St. Cyprianus. Severin ist für den Regen zuständig, das passt, wir müssen unsere Schirme aufspannen! - Dienstags um 19 h „Hörnchenmesse“, bezieht sich auf die Reliquie des Hl. Cornelius, die in einem Horn aufbewahrt wird. – Die Jahreszahl 1953, die im Wappen über dem Eingangsportal erscheint, besagt, dass Papst Pius XII die Kirche 1953 in den Rang einer Basilica minor erhob. – Woher kommt der Name „Im Ferkulum“? Frau Lentes-Meyer erklärt, hier seien keine Ferkel durch die Straßen gelaufen, sondern "fericulum" hieß im Mittelalter das Traggestell, mit dem die zinspflichtigen Bauern ihren Zehnten zum Stift St. Severin trugen. - Zeichnungen im Grabungsfeld: Die Apsis lag im 4. Jhd im Westen, sie wurde erst im 11. Jhd geostet. – Während der Römerzeit gab es sowohl Körper- als auch Urnenbestattungen. Hier befinden sich ungezählte Sarkophage. - Gemäß der Legende war Severin Bischof in Köln und auch in Bordeaux, wo er starb.  Als in Köln nach seinem Tod große Dürre herrschte, holte man die Hälfte der Reliquien  nach Köln, wo es dann prompt regnete! Anhand der Reliquien und einem Zahn wurde festgestellt, dass Severin 1.60 m groß war und mit 55 Jahren starb. – Der Nachfolger des ursprünglichen Schreins mit den vermuteten Gebeinen des Heiligen wurde 1819 gefertigt und  enthält einen weiteren, wohl aus dem 10. Jahrhundert stammenden Holzschrein. Kostbare Stoffe wurden dem Schrein entnommen: 4 Seiden- und 3 Leinentücher und ein  winziger gelber Stoffrest, der in Severins Knochenmark gefunden wurde. Der Beweis für die Datierung der Stoffe fällt  ungewöhnlich aus: Fressspuren von Mäusen lassen die Archäologen sicher sein, dass die Stoffe etwa aus dem Jahr 1000 stammen. Im Schrein wurden auch Mäuseknochen gefunden.  Deren Todesdatum konnte durch eine in der Archäologie verbreitete Forschungsmethode, die sogenannte Radiokohlenstoffdatierung, festgestellt werden. Vermutlich sind sie bei den Feierlichkeiten zur Einweihung der Holzlade mit Getreide-Garben mit hineingekommen und dann verhungert. – Frau Lentes-Meyer betont, dass islamische Händler die kostbaren Stoffe mit jüdischen Transporteuren ins christliche Abendland brachten. – Wir beschließen eine beeindruckende Führung im „Alten Brauhaus“ in der Severinstraße.


Tagesfahrt zum Drachenfels am 16.09.2014

Nach der Ankunft in Königswinter fuhren wir zunächst mit der Drachenfelsbahn bis zur Mittelstation. Vor der Führung durch das Schloss Drachenburg hatten wir Gelegenheit, durch den Schlosspark mit kunstvoll angelegten Blumenrabatten zu spazieren und von der Venusterrasse den Blick ins Rheintal zu genießen. Die Drachenburg ist ein schlossartiges Anwesen, das 1882 bis 1884 für den Börsenmakler, Finanzfachmann und späteren Baron Stephan von Sarter gebaut wurde, der dort allerdings nie wohnte. Von 1995 bis 2010 wurde das Schloss restauriert. Die Innenräume sowie die Wand- und Glasmalereien wurden - angelehnt an den ursprünglichen Zustand - soweit wie möglich rekonstruiert. Im Speisezimmer ist noch das Originalgeschirr zu sehen. Im Anschluß an die Besichtigung bestand die Möglichkeit, das kleine Museum zu besuchen oder den Nordturm zu besteigen.

Nach dem Mittagessen im Restaurant auf dem Drachenfels standen die Besichtigungen der Nibelungenghalle, der Drachenhöhle und des Reptilienzoos auf dem Programm. Zunächst gab es eine kurze Einführung in die Geschichte der Nibelungen. Die Nibelungenhalle wurde zum 100. Geburtstag Richard Wagners 1913 eröffnet. Hier ist eine bedeutende Gemäldesammlung zum Ring der Nibelungen zu sehen. In der Drachenhöhle liegt an einem grünlich schimmernden Teich der 13 m lange bemooste Drache. Der Reptilienzoo beherbergt in mehr als 40 Terrarien über 100 Reptilien aller Kontinente, z.B. Leguane, Kaimane, Anakondas, Pythons, Vogelspinnen und Skorpione. Jedes Jahr gibt es Schlangennachwuchs. Auf Giftschlangen wird wegen der Gefährlichkeit allerdings verzichtet. Im Freigehege lagen die beiden Alligatoren Heinrich und Alice regungslos in der Sonne.

Der Tag am Drachenfels endete für einige TeilnehmerInnen in einem schönen "Wein"garten mit Federweißem unter einem Kastanienbaum. Wie sich herausstellte, nicht ganz ungefährlich.

Gegen 17.15 h erreichten wir wieder Köln. Ein schöner und erlebnisreicher Tag endete mit einem geselligen Beisammensein in der Altstadt.

Fotos von Karl-Hermann Meier finden Sie hier.

 
Tagesfahrt zur Landesgartenschau Zülpich am 15.08.2014


Im Folgenden lesen Sie den Rückblick, geschrieben von Frau Ursula Ochs, über ihre Eindrücke bei der Besichtigung der Landesgartenschau in Zülpich:
„Da fuhr ein nagelneuer silbergrauer Bus in der Komödienstraße vor, 41 WDR-Aktive-Senioren stiegen ein, und – das Pausenzeichen wurde nicht abgewartet – um 8.56 Uhr fuhren wir gen Zülpich. Dort erwarteten uns 2 Laga-Führer (Laga steht für Landesgartenschau), Frau Nadja Genske und Herr Herbert Jung, und los ging’s durch den Seepark, vorbei an üppig blühenden Beeten zum Neffelsee, einem 70 ha großen Naturschutzsee. Herbert Jung erzählt, dass es Zülpich schon seit dem 1. Jhd. v. Chr. gab und ursprünglich den lateinischen Namen „Tolbiacum“ trug. Wir passieren den „Indemann“, das Wahrzeichen des Kooperationsprojekts „indeland“ im Städtedreieck Düren, Eschweiler und Jülich. Dieses Projekt der EuRegionale  dient der landschaftlichen Aufwertung der Region. Der Laga-Indemann wurde eigens für die Zülpicher Gartenschau gebaut.
Herbert Jung lässt kleine Anekdoten einfließen, z.B. habe sein Vater gesagt, er dürfe nicht eher ins Wasser, bis er schwimmen könne. Haha.
In den Blumenbeeten stehen Kunstobjekte, Sonnenfänger „cazadores del sol“ in allen Farben, die schönsten sind die gelben, sie heben sich vom Blattgrün und den roten Rosen am besten ab.
Auf der Römerbastion, einer Aussichtsplattform über dem Zülpicher See und Endpunkt einer historischen Römerstraße, können wir kurz verschnaufen.
Die 16 angelegten Hausgärten sind ein Juwel. Plätschernde Brunnen und Bachläufe wechseln sich mit Felsennelke, Bitterwurz, Lilienkraut und Schleifenblume ab. Ein großer Stier mit drei vorgesetzten Pyramiden, eine „Kota“(finnisches Gartenhaus mit Grill und schnuckeligen Fellen zum Draufsitzen), die nachempfundene Toscana und der verlegbare „Garten der Zukunft“ begeistern uns. „Das hätten wir auch gerne zu Hause!“ Zwischendurch immer wieder Regenschauer, Schirme werden aufgespannt, aber auch hin und wieder Sonnenschein.
Die 28 Mitgliedstaaten Europas werden im „Europawald“ von flachen Bäumen aus Holz dargestellt. Wir finden den Deutschlandbaum mikrig!
Inzwischen knurrt uns der Magen. In einer großen Halle befindet sich das Restaurant, erschöpft erwarten wir den vorbestellten Leberkäs mit Sauerkraut und die vegetarischen Nudeln mit Tomatensalat. Manche mosern….. aber wer hat denn hier ein Gourmet-Menü erwartet?
Nach dem Mittagessen besteigen wir die Bimmelbahn und fahren in den Ort Zülpich zum Park am Wallgraben. Ich laufe mit Nadja Genske weiter. Es führen übrigens 100 Guides durch die Laga.
Ausgangspunkt ist die kurkölnische  Landesburg zwischen Weier- und Bachtor. Eigens für die Laga  wurde die „Tolbiac-Rose“ gezüchtet. Vorbei geht es an Arian Stockhausens (Enkel von Karlheinz Stockhausen) Baumgebilde, das er „Stockstock“ genannt hat und Rüdiger Rammes „Garten wie zu Großmutters Zeiten“. Und immer wieder Gabionen, Drahtkörbe mit Grauwackesteinen befüllt. Nadja Genske weist auf  das Beet, in dem nur essbare Blumen angepflanzt sind. Sogar die blauen Kornblumen kann man essen, wie gut, dass wir noch vom Mittagessen satt sind.
Die Parkanlage lassen wir hinter uns und werfen einen Blick in die Gasthaus-Kapelle, die 1454 aus Buntsandstein als Anbau an das 1350 erstmalig erwähnte Zülpicher Hospital errichtet wurde. 1882 wurde das ehemalige Gasthaus wieder von der Kirche erworben und nach dem 2. Weltkrieg als Gotteshaus eingesetzt. Wir erfahren, dass Zülpich an Heiligabend 1944 dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Der Silbergraue ist angerollt, manche nutzen die Bus-Heimfahrt für ein Nickerchen. In Köln angelangt suchen dennoch einige Nimmermüde einen Ort, um bei einem Absacker den Tag ausklingen zu lassen. Aufgrund der Gamescom hat selbst das größte Brauhaus keinen Sitzplatz für uns. Wir werden in einer kleinen Gaststätte fündig, besprechen kommende Ausflugsziele und lassen Frau Marianne Bauer hochleben, weil es ob ihrer guten Organisation solch ein schöner Tag war!“.

Fotos von Jürgen Layer finden Sie hier.


Führung über den Südfriedhof am 12.07.2014

Günter Schwanenberg führte uns mit Gesang und Gitarre über den Kölner Südfriedhof. Was auf den ersten Blick für einen Friedhof-Rundgang etwas sonderbar anmutete, erwies sich als informative, humorige und unterhaltsame Darbietung. Wir erfuhren einiges über die Entstehung des Südfriedhofs, der als Park mit sogenannten "Brezelwegen" angelegt ist. Dies bedeutet, dass die Wege nicht- wie man es von anderen Friedhöfen kennt - immer gerade und quer angelegt sind, sondern im Bogen verlaufen. Auch dass der Südfriedhof der größte Kölner Friedhof ist, war nicht allen bekannt. Bei diesem Rundgang wurde an Menschen erinnert, deren Texte und Lieder zum festen Bestandteil kölscher Kultur geworden sind. Der erste Halt fand am Grab von Wilhelm Räderscheidt statt, der als Berufsschullehrer tätig war und eine eigene Kurzschrift entworfen hat, die dann in die uns bekannte Stenografieschrift übergegangen ist. Hier trug Herr Schwanenberg das erste kölsche Liedchen vor. Dann ging es weiter zu den Grabstätten "kölscher Stars" wie z.B. Karl Berbuer, immer begleitet von Anekdoten und Liedern passend zu den dort ruhenden Persönlichkeiten. Die wenigsten von uns wussten, dass dem Südfriedhof auch ein englischer Soldatenfriedhof angegliedert ist, der englisches Territorium ist und von englischen Gärtnern gepflegt wird. Alles in allem war der Rundgang über den Friedhof ein Erlebnis der besonderen Art - dank Günter Schwanenberg. Hierüber waren sich die Teilnehmer beim anschließenden Beisammensein im Restaurant Schäffer einig.

Fotos des Rundgangs von Werner Burauen finden Sie hier.

Tagesfahrt zur Zeche Zollverein am 12.06.2014

Trotz Stauwarnungen am Vortag infolge des Orkans erreichten wir problemlos und pünktlich das Gelände der Zeche Zollverein. Schon von weitem war das markante rostrote Doppelbockfördergerüst, das Wahrzeichen der Zeche, zu sehen. Über die längste Rolltreppe Europas gelangten wir in die Kohlenwäsche, wo unsere Führung "Über Kohle und Kumpel" begann. Die Führung - in zwei Gruppen aufgeteilt - durch die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Schacht XII  - übernahmen zwei ehemalige Bergmänner. Umgeben von der beeindruckenden Architektur lernten wir die Technik, die Geräte und die Arbeit auf einer Zeche kennen. Von der Schachthalle, in der die Kohle ankam, wurde sie über Förderbänder in die Sieberei transportiert, wo sie vorgesiebt wurde und anschließend zur Aufbereitung und Verladung in die Kohlenwäsche gelangte. Installationen simulierten die Förderung und auch die Lautstärke der Maschinen und Förderbänder. Aufgrund der Erklärungen und einem Film über die Produktionsabläufe wurde uns bewußt, welch schwere Arbeit die Bergmänner zu leisten hatten. Die Führung war gespickt mit Anekdoten und Erzählungen aus der Zeit, als die Schlote noch rauchten. Einige "Dönekes" werden uns in Erinnerung bleiben: wir wissen jetzt, was ein "Kübelmajor" und ein "Mutterklötzchen" ist. Zum Schluss genossen wir noch einen Panoramablick über das gesamte Gelände der Zeche Zollverein und die umliegenden Zechen und das viele Grün des Ruhrgebiets. Die Führung endete am Casino Zollverein, das in der ehemaligen Kompressorenhalle untergebracht ist; dort kehrten wir anschließend zum Mittagessen ein. 
Der Nachmittag stand u.a. für Besuche des Ruhrmuseums, des red dot design Museums o.ä. zur Verfügung. Gegen 16.30 h endete ein schöner und informativer Tag. 
Fotos von Monika Hössler finden Sie hier.

Führung im Kölner RheinEnergie Stadion mit Harald Konopka am
12.05.2014


Nach der Begrüßung im FC-Museum und nach launigen und humorvollen Erzählungen aus der Vergangenheit rund um die Mannschaft und Informationen und Geschichten aus der heutigen Zeit besichtigten wir die Exponate im Museum. Die Historie des Klubs wird in einer Dauerausstellung präsentiert und dokumentiert. Fotos von Spielern und Trainern, die Jahrhundertelf (mit H. Konopka) und die erfolgreichsten Spieler des FC sind zur Ansicht aufgehängt. Urkunden, Auszeichnungen und Pokale sind hier ausgestellt und das Bedeutendste: die Nachbildung der Meisterschaftsschale – der 1.  FC Köln war der erste Deutsche Meister der neu gegründeten Fußball-Bundesliga. Wir sahen 60 Jahre FC-Geschichte.
Anschließend betraten wir das Stadion. Vom Spielfeldrand aus betrachteten wir das Stadion aus einer für uns alle neuen Perspektive. An der Ehrentribüne und der Trainerbank vorbei gingen wir in die Räumlichkeiten unter der Westtribüne. Nach Erklärungen im Eingangsbereich besuchten wir zuerst eine der großen Logen, die von Firmen für jeweils ein Jahr gemietet werden. Was für  ein Ausblick! Zu den Logen gehören neben der Restauration auch Sitzplätze auf der Tribüne. Wir waren uns einig: von hier einmal ein Bundesligaspiel zu erleben – das wär’s. Wir waren alle sehr beeindruckt. Zwischendurch gab Harald Konopka immer wieder Erklärungen und auch Anekdoten zum Besten, z. B. nach welchen Kriterien der frühere Trainer Tschik Cajkovski ausgewählt wurde.  Danach besichtigten wir das Untergeschoss: die Mixed-Zone, wo mit den Spielern erste Interviews geführt werden, die Umkleideräume, Massageräume und  das Entmüdungsbecken. Im Pressezentrum, wo über 100 Journalisten/innen Platz finden, konnten wir dann Harald Konopka Fragen stellen.
Am Ende der Führung hatten wir alle Gänsehaut. Die FC-Hymne ertönte - aus den Katakomben gingen wir die Treppe hoch ins Stadion. Die sehr interessante und kurzweilige Führung endete mit einem geselligen Beisammensein im Gasthof Birkenhof.
Fotos von Jürgen Layer finden Sie hier.

Besichtigung des Kanzlerbungalows in Bonn am 30.04.2014

Nach umfangreichen Sicherheitsprüfungen ging es über das Gelände des ehemaligen Bundeskanzleramts, dem heutigen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zum Kanzlerbungalow, der in einem 20 ha großen Park mit alten Baumbestand liegt (auf eine 150 Jahre alte Platane wurde besonders hingewiesen). Mit dem Entwurf eines Kanzlerbungalows – so berichtete die uns führende Kunsthistorikerin – beauftragte Ludwig Erhard 1963 den Architekten Sepp Ruf. Er sollte ein modernes, repräsentatives Wohn- und Empfangsgebäude schaffen. Sep Ruf gestaltete zwei quadratisch, gegeneinander versetzt angeordnete, verschieden große eingeschossige Atriumsbauten. Bereits ein Jahr später wurde der Bungalow eingeweiht. Der Bungalow gilt auch im internationalen Vergleich mit Residenzen westlicher Regierungschef als unverwechselbares und einmaliges Domizil.
Im Eingangsbereich wurde uns zuerst anhand eines Modells die beiden miteinander verbundenen Bauten, offizieller Empfangsteil für Staatsbesuche und privater Wohnteil der jeweiligen Kanzlerfamilien, gezeigt und ihre Funktionen erklärt. Danach ging es dann in die einzelnen Räume. Was besonders auffiel war, dass die Räume besonders im privaten Teil des Gebäudes sehr klein und die Gänge sehr eng sind. Und Kinderzimmer waren überhaupt nicht vorgesehen, ein Grund weshalb Willy Brand mit seiner Familie nicht hier wohnte.
Im Kanzlerbungalow hatten nach Ludwig Erhard bis auf Willy Brand und Gerhard Schröder, die das Gebäude nur für repräsentative Veranstaltungen, Empfänge und Gespräche nutzten, alle Kanzler ihren Bonner Wohnsitz.
Das seit dem Regierungsumzug leerstehende Gebäude wurde 2001 unter Denkmalschutz gestellt. 2006 hat die Wüstenrot Stiftung den Kanzlerbungalow in ihr Denkmalprogramm für die Erhaltung und Revitalisierung hochkarätiger Bauten der Moderne aufgenommen und die Instandsetzung und Sanierung durchgeführt. Seit 2009 ist der Kanzlerbungalow nach Voranmeldung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Fotos von Herrn Jürgen Layer finden Sie hier.



Besichtigung Hahnentorburg am 27.03.2014

Trotz der erschwerten Anreise durch den KVB-Streik traf sich eine Gruppe WDR-Pensionäre/innen pünktlich zur Führung vor der Hahnentorburg. Der Archivar der Ehrengarde, Herr Fleu, erwartete uns am Eingang. Über eine schmale Wendeltreppe im historischen Teil ging es ins große Sitzungszimmer, wo wir über die Geschichte der Hahnentorburg im Laufe der Jahrhunderte informiert wurden. Herr Fleu berichtete u.a., dass die Burg 600 Jahre lang als Wehranlage bestand und mit 300 Bewachern besetzt war. Den Bewachungsdienst stellten die Zünfte und Gaffeln. Die Hahnentorburg ist eine von ursprünglich zwölf Torburgen in der acht Kilometer langen mittelalterlichen Stadtmauer (1180-1220) von Köln und sicherte den westlichen Zugang zur Stadt an der Straße nach Melaten, Aachen und Jülich. Alle gekrönten Könige passierten auf ihrem Weg zum Dreikönigenschrein diese Wehranlage. Später diente die Hahnentorburg als Lager für Salze, aber auch als Gefängnis. Unter den Preußen war sie Museumsdepot. Nach dem Krieg war hier das Ostasiatische Museum untergebracht. Seit 1988 hat die Karnevalsgesellschaft Ehrengarde - so berichtete unser Führer - die Torburg in Erbpacht von der Stadt Köln übernommen und ist zu deren Erhaltung verpflichtet.Nach der geschichtlichen Einführung ging es ins Museumszimmer, wo wir an einem Modell das ursprüngliche Ausmaß der Hahnentorburg mit allen Gräben und Wällen besichtigen konnten. Zu sehen ist auch eine sehr alte Fahne der Ehrengarde. In Vitrinen sind die Karnevalsorden der Gesellschaft ausgestellt. Anschließend besuchten wir die Kleiderkammer. Hier lagerten u.a. die Stoffe für die Herstellung neuer Uniformen.Es war insgesamt ein informativer und interessanter Nachmittag, der mit einem geselligen Beisammensein im Brauhaus Reissdorf am Hahnentor endete. Einige Fotos sehen Sie hier.

Besichtigung des Historischen Rathauses und des Praetoriums am 20.02.2014

In zwei Gruppen aufgeteilt besichtigten wir das Historische Rathaus und das Praetorium. Eine Kurzfassung der Geschichte Kölns und besonders die des Historischen Rathauses leitete die Führungen ein. Durch die Rathauslaube gelangten wir in das Foyer und von dort in die zentrale Haupthalle, die Piazetta. Auch sie wurde im Krieg zerstört. Der nach dem Wiederaufbau freigelassene Platz im Innenbereich des östlichen Gebäudekomplexes wurde mit einer lichtdurchlässigen Betonkonstruktion als Überdachung versehen. Zu verschiedenen Anlässen bietet die Piazetta Hunderten von Gästen Raum. Von hier aus gingen wir in das erste Obergeschoss (hier befinden sich auch die Räume des Oberstadtdirektors). Zunächst besichtigten wir den Hansasaal. Er ist das Herzstück des Historischen Rathauses. Beim Betreten des Saales erweckte die südliche Stirnwand unsere ganze Aufmerksamkeit. Die Wand stellt die Neun guten Helden dar und gehört heute zum wertvollsten Interieur des Rathauses. Die Wand blieb wie durch ein Wunder von der Zerstörung im 2. Weltkrieg verschont. An der Nordseite des Saales bestaunten wir die acht dort angebrachten Prophetenfiguren. Im Hansasaal finden heute repräsentative Empfänge statt. Von hier gelangten wir dann in den Senatssaal. Herausragendes Kunstwerk dieses Saales ist das Intarsienportal. Sehr sehenswert sind auch das Ratsgestühl und die prachtvollen Türen. Zum Schluss blickten wir noch in den Löwenhof, einen mit Arkaden umstandenen Innenhof, und in den früheren Weinkeller (Turmkeller), der jetzt auch als Trauzimmer genutzt wird.Anschließend besichtigten wir das Praetorium. Bei Ausschachtungsarbeiten für den Wiederaufbau des Spanischen Baus fanden Bauarbeiter 1957 ein riesiges Feld römischer Fundamente. Im Ausstellungsfoyer sahen wir eine Luftaufnahme der Kölner Innenstadt. Bis heute kann man die Umrisse der antiken römischen Stadtmauern und das alte Straßenkreuz klar erkennen. Schaukästen, archäologische Fundstücke und ein Modell des antiken Praetoriums vermittelten uns einen Eindruck aus früheren Zeiten. Durch das Foyer gelangten wir in einen der großen römischen Abwasserkanäle. Bereits zu Zeiten der Römer befand sich ein großflächiges Kanalnetz unter der Stadt. Einzelne Abschnitte sind erhalten und wurden herausgehoben. Unterhalb der Straßenecke Unter Goldschmied/Kleine Budengasse konnten wir in einen "Kanal" absteigen.Nach zwei Stunden endete ein informativer Nachmittag, den wir noch im Brauhaus Sion ausklingen ließen.


Gisela Neubert-Haller und Werner Burauen
Nichts tun geht nicht!
WDR Senioren feiern am 30. November 2013 10 Jahre Senioren-Forum und 25 Jahre WDR Seniorenwandern
Ende November trafen sich Im gut besuchten NATO-Saal des Funkhauses viele ehemalige und einige aktive WDR- Mitarbeiter zu einem sehr vergnüglichen literarisch-musikalischen  Abend.
Thomas Nehls, am Vorabend noch auf dem Berliner Presseball, führte durch das Programm und das war für ihn auch nicht besonders schwierig, konnte  er doch eine Reihe früherer Kollegen als Mitwirkende begrüßen und vorstellen:
-    Jakob Polesz rezitierte aus Werken von Hermann Hesse, Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky und Kurt Postel.
-    Charly Wagner hatte sich für seine lustige Lesung „Dem Pastor sin Cap“ (auf Kölsch) herausgesucht.
Die beiden hervorragenden  Stimmen sind aus dem Hörfunk noch gut im Ohr.
Umrahmt wurden die Lesungen von viel  Musik:
-    Thorsten Johanns, Klarinettist des WDR-Sinfonieorchesters, stellte den britischen Komponisten Gordon Jacob  mit „Five Pieces for Clarinet“ vor
-    Stefan Ulbricht erinnerte am Klavier mit dem Boogie Woogie „Walking for Leo“ an den verstorbenen Leo von Knobelsdorff, den er als seinen Mentor beschrieb
-    Gerd Schinkel , Liedermacher und früherer Redakteurs-Kollege hatte zwei Lieder vorgestellt, die er speziell für die beiden Ehrengäste des Abends ausgewählt hatte: „Leben lieben“ und  „Damit was geschieht, muss was passiern, ehe sich was tut, muss man selber was tun“.

Das passte dann auch genau für die zwei  sehr aktiven ehemaligen Mitarbeiter des WDR, die an diesem Abend besonders geehrt wurden:  Gisela Neubert-Haller (früher im Hörfunk CvD Büro Politik) und Werner Burauen (früher WDR Hörfunk-Technik).

Gisela Neubert-Haller
hatte vor 10 Jahren ihre Mitarbeit bei WDR AKTIV angeboten, um den damals dort fehlenden Bereich der Senioren zu übernehmen. 10 Jahre lang hat sie ihre ganze Kraft mit vielen Veranstaltungen dem  inzwischen groß gewordenen Kreis gewidmet, bevor sie jetzt den Stab in jüngere Hände - an die im SeniorenForum schon erfahrene Marianne Bauer und an Rita Mathar übergab.

WDR AKTIV SeniorenForum? Der Kreis ehemaliger Mitarbeiter tagt alle zwei Monate am  ersten Donnerstag eines Monats im 6. Stock des Reichardhauses (Nato-Saal). Das SeniorenForum  versteht sich als Interessenvertretung für WDR-Pensionäre  und wird dabei vom Vorstand von WDR AKTIV unterstützt. Von Beginn an fanden die Zusammenkünfte regen Zuspruch. Die Mischung aus aktuellen Themen, Fragen zur WDR-Versorgung, der Beihilfe, neuer Technologien sowie zahlreicher Besichtigungen und Exkursionen wurde sehr schnell angenommen und fand regen Zuspruch. Es wurden Vortragsveranstaltungen organisiert mit Fachreferenten zu Themen wie der Patienten-verfügung, Betreuungsvollmacht, Testament, alternative Medizin und der Besteuerung der Renten. In regelmäßigen Abständen nehmen Fach-Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen des WDR und externe Fachleute an den Sitzungen teil, um über aktuelle und spezielle Fragen zu informieren.
Bei anstehenden Tarifverhandlungen wird enger Kontakt zu den Gewerkschaften gehalten, um die Interessen der Pensionärinnen und Pensionäre mit einzubringen. Alle ehemaligen Mitarbeiter des WDR können nach ihrem Eintritt in den Ruhestand  dabei sein. Voraussetzung  ist nur die Mitgliedschaft bei WDR Aktiv. Das SeniorenForum ist bis heute einzigartig innerhalb der ARD.

Seniorenwandergruppen gibt es bereits seit Oktober 1988 beim WDR, also seit 25 Jahren. Anlass genug der Leitung dieser sehr aktiven Gruppe an diesem Abend ebenfalls Dank zu sagen. Werner Burauen ist seit Anfang 2006 der Wanderführer im WDR. Er bereitet alle Wanderungen und Touren vor.

WDR AKTIV Seniorenwandern? Gewandert wird alle 14 Tage, also  22 mal im Jahr.  Die Wanderungen liegen  zwischen 10-12 km. An den Wanderungen nehmen meistens 15 -20 Mitglieder teil, 40 Personen halten Kontakt zur Wandergruppe. In diesem Jahr waren die Jüngsten Wanderer 63, die ältesten schon 84 Jahre alt. Zu den 170 Wandertagen in den letzten acht Jahren kam im Sommer je eine Städtetour und im Herbst ein einwöchiger Ausflug hinzu. So war die Gruppe schon in Amsterdam, in Bremen, in Brügge, in Leipzig und Den Haag. Im Herbst waren Ausflugsziele Südtirol,  der Schwarzwald, der Bodensee, die Mecklenburger Seenplatte und Südfrankreich. 
Wer mitmachen will, melde sich bei Werner Burauen direkt oder über die Geschäftsstelle. (Jürgen Layer)


Besichtigung "Lentpark" am 06.11.2013Um 16 Uhr begann die Besichtigung des ehemaligen Kölner Eis- und Schwimmstadions, heute Lentpark. Nach der Begrüßung informierten uns die beiden technischen Führer über die baulichen Gegebenheiten. Wir erfuhren, dass 2009, nach dem Abriss des alten Eis- und Schwimmstadions, der Neubau an gleicher Stelle errichtet und am 1. Oktober 2011 als Lentpark eröffnet wurde. Der Entwurf des neuen Gebäudes stammt vom Architekturbüro Schulitz + Partner in Braunschweig und umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 12.000 m². Der Lentpark wurde mit einer Bronzemedaille für Architektur ausgezeichnet. Das Gebäude ist die erste Eissportfläche Europas, die in das Greenbuilding-Programm der EU aufgenommen wurde.Nach diesen Informationen ging es in die erste Etage, wo die Gastronomie untergebracht ist. Von hier hatten wir einen guten Blick auf die Eissporthalle mit einer Grundfläche von 1800 m², die für sportliche Aktivitäten wie Eishockey, Eiskunstlauf, teilweise für den öffentlichen Eislauf, sowie für besondere Veranstaltungen wie Eisdisco vorgesehen ist. Im Obergeschoss befindet sich außerdem eine 260 m lange und 8 m breite Eis-Hochbahn, die durch alle Bereiche des Gebäudes führt. Zusätzlich ist in den Lentpark ein modernes Hallenbad integriert. Hier findet neben dem öffentlichen Badebetrieb auch Schul- und Vereinssport statt.In der unteren Etage, wo die Technik für die Eisaufbereitung installiert ist, zeigte uns der Gästeführer die Kältemaschinen und erklärte die Herstellung des Eises. Auch bekamen wir die Eismaschinen, die zur Präparierung der Eisflächen eingesetzt werden, zu sehen.Im Anschluss konnten wir noch die Außenbadelandschaft mit einem 50m-Schwimmbecken, Wasserrutsche und Kinderbecken besichtigen. Die Außenbadelandschaft wurde als ökologische Schwimmteichanlage konzipiert. Die angepflanzten besonderen Gräser und natürliche Filter sorgen für die Wasserqualität.Es war eine insgesamt interessante Führung. Zum Ausklang wurden wir noch auf ein Getränk ins Bistro eingeladen. Fotos von Frau Lücke finden Sie hier.


  Besichtigung Bottmühle und Bayenturm am 06.09.2013
Treffpunkt - bei herrlichstem Wetter - war die Bottmühle, ein Juwel in der Kölner Südstadt. Das aus Basalt und Tuffsteinschichten bestehende Bauwerk wurde vom italienischen Festungsbaumeister Alessandro Pasqualini geplant und steht an der mittelalterlichen Stadtmauer zwischen dem Bayenturm und der Severinstorburg. Roswitha Burauen erläuterte uns anschaulich und engagiert die Historie der Bottmühle und den gegenwärtigen Stand der Restaurierung. Die Bottmühle wird heute von der Jugendorganisation der SPD, den Falken genutzt. Über eine enge Wendeltreppe ging es hinauf auf das Dach des Turms, wo sich uns ein atemberaubender Anblick über das Severinsviertel und weit über die Stadt hinaus bot.
Weiter ging es zu Fuß zum Bayenturm. Vor dem Turm machte uns Roswitha Burauen wieder mit der wechselvollen Geschichte vertraut:  „Wer den Turm hat, hat die Macht – heißt es in Köln. Der Bayenturm wurde im 12.Jahrhundert erbaut und war der mächtigste Wehrturm der Stadt. Bei seiner Erstürmung im Jahre 1262 soll erstmals aus Kölner Kehlen der Schlachtruf erklungen sein: Kölle alaaf! Im zweiten Weltkrieg wurde der Turm bis auf den ersten Stock zerstört und wurde ab Anfang der 90er mit Mitteln des Landes NRW und der Stadt wieder aufgebaut. 1994 zog das 1983 gegründete „Feministische Archiv und Dokumentationszentrum“ in den Kölner Bayenturm,der  seither FrauenMediaTurm heißt. Im vierten Stock befindet sich das umfangreiche Archiv. Wir erhielten ausführliche Informationen über das einzige Universalarchiv zur Geschichte und Aktualität der Emanzipation. 2003 mietete die EMMA eine Etage im Turm an, in der seither die EMMA-Redaktion angesiedelt ist.
Auch im Bayenturm konnten wir hinauf auf das Dach steigen und ebenfalls einen Blick über Rheinauhafen, Köln bis ins Siebengebirge genießen.
In einem Restaurant im Rheinauhafen ließen wir einen schönen und informativen Tag ausklingen. Die Bilder von Werner Burauen finden Sie hier.

Arbeitsgruppe SeniorenForum am 05. September 2013

An der Sitzung des SeniorenForums am 05.September 2013 nahm als Gast der seit Juli pensionierte Kollege Gerd Schinkel teil, politischer Redakteur bei WDR5 und jetzt hauptberuflich Liedermacher. Gerd Schinkel erzählte über seine Anfänge als Journalist und seine Zeit beim WDR und insbesondere über seine große Leidenschaft, das Lieder-Schreiben und –Singen. Er gab uns – begleitet auf seinen Gitarren – Eindrücke der vielfältigen Themen seiner Lieder: Heiteres, Besinnliches, Zorniges.  Man musste genau hinhören.

Bustagestour zum Haus der Geschichte Bonn, Schiffstour auf dem Rhein und Adenauer-Haus Rhöndorf am Donnerstag, 01. August 2013
Kurz vor 10.00 Uhr erreichte die Gruppe der WDR-Pensionärinnen und Pensionäre das Haus der Geschichte in Bonn, wo uns unsere beiden Führerinnen erwarteten. Das Museum zeigt in seiner Dauerausstellung die deutsche Geschichte und der deutschen Teilung von 1945 bis zur Gegenwart. Den Anstoß dazu gab der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl in seiner Regierungserklärung 1982. Das Museum wurde am 14.Juni 1994 von Helmut Kohl eröffnet. Der Ausstellungsrundgang ist chronologisch aufgebaut und umfasst gesamtdeutsche Themen ebenso wie die Geschichte der geteilten Nation.
Für uns alle war es berührend, originale Ausstellungsstücke aus der Kriegs- und Nachkriegszeit zu sehen: Schau mal hier, weißt Du noch, das habe ich damals auch getragen oder benutzt! Geschichte erleben. Und die historischen Film- und Tondokumente. Uns kamen Tränen des Lachens und der Rührung beim Wiedersehen mit alten Filmausschnitten der 1950er Jahre. Sportliche Höhepunkte, Kalter Krieg, Studentenunruhen, Flower-Power, Wirtschaftswunder – mit den Originalobjekten, anschaulich in Szene gesetzt, erlebten wir deutsche Zeitgeschichte.
Weiter ging es mit unserem Bus zur Schiffsanlegestelle am Bundeshaus, wo uns die MS Theresia aufnahm zur Fahrt rheinaufwärts Richtung Remagen, Rheininsel Nonnenwerth und zurück nach Rhöndorf. Herrliches Wetter, wunderschöne Landschaft, prima Mittagsbüffet – 2 ½ Stunden fast wie Urlaub.
In Rhöndorf ging es dann zu Fuß herauf zum Adenauer-Haus. In der Dauerausstellung waren Exponate zu sehen, die Leben und Wirken Konrad Adenauers in vier Eppochen deutscher Geschichte zeigten. Eine Vielzahl von Dokumenten, Erinnerungsstücken und Fotos aus dem persönlichen Nachlass ließen Adenauers langes politisches Leben lebendig werden. Der Weg dann hinauf zum Wohnhaus führte durch den am steilen Hang angelegten farbenprächtigen Garten. Wir erhielten Einblick in die privaten Wohnräume des ersten Bundeskanzlers, wo er unter anderen im September 1962 Staatspräsident Charles de Gaulle empfing, der Beginn der deutsch-französischen Aussöhnung, die im Elysée-Vertrag 1963 besiegelt wurde. Die überlebensgroßen Statuen von de Gaulle und Adenauer im Garten erinnern an diese historische Begegnung. Es folgten Blicke in den Pavillon, in dem Adenauer seine Memoiren schrieb, auf die Boccia-Bahn.
Über drei Jahrzehnte hinweg war das Haus am Rhöndorfer Zennigsweg 8a Adenauers Zuhause, wo er auch im Alter von 91 Jahren verstarb. Die Erben übereigneten das Anwesen 1967 der Bundesrepublik Deutschland. Der Bund errichtete daraufhin mit der Stiftung seine erste Politiker-Gedenkstätte.
Zum Ausklang kehrten wir dann im Café Profittlich in Rhöndorf ein. Historisch die Auseinandersetzung um die von Profittlich geplante Seilbahn hinauf zum Drachenfels, die den malerischen Blick über Rheintal und Siebengebirge (auch von Adenauers Haus aus) beeinträchtigt hätte.
Mit unserem Bus landeten wir wohlbehalten gegen 20.00 Uhr wieder in Köln. Ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag ging zu Ende. Die Fotos von Karl Hermann Meier finden Sie hier.

Wilhelm Pütz hat seine Eindrücke in Reimform festgehalten. Schmunzeln Sie hier beim Lesen.

Exkursion „Rheingerölle und ihre Herkunftsgeschichte“ am Mittwoch, 10.Juli 2013
Unter dem Motto „Erkennen – bestimmen – sammeln“ war – bei schönstem Wetter – eine interessierte Schar von WDR-Pensionärinnen und Pensionären mit dem Kölner Geologen Sven von Loga auf „Schatzsuche“ am linken Rheinufer direkt neben der Mülheimer Brücke unterwegs. Wir in der Region sind steinreich - der Rhein ist voller Gerölle, die eine Menge von Jahrmillionen alter Erdgeschichte und der Geologie der Region erzählen, wenn man sie zu bestimmen weiß. Sven von Loga ließ uns anhand von Karten zunächst einen Blick auf die Geologie Deutschlands werfen, erläuterte uns, welche Gesteine woher kommen, wie die Flussgeschichte des Rheins aussieht, erklärte uns erdgeschichtliche Formationen. Granit machte sich zum Beispiel vor etwa 700.000 Jahren auf den Weg. Danach machten wir uns gemeinsam auf die Suche nach Stein-Schätzen, die wir anhand von Übersichtstabellen zu bestimmen versuchten. Notfalls kam Sven von Logas Geologen-Hämmerchen zum Einsatz, denn Gesteine, so lernten wir, müssen immer zerschlagen werden, um sie korrekt anzusprechen. Mancher Traum von edlem Gestein wurde dabei buchstäblich zerschlagen.

Die Bestimmungstabelle für Rheingerölle finden Sie hier. Schöne Fotos dieser Exkursion von Werner Burauen finden Sie hier.

Tagestour zum Landtag NRW und zum Funkhaus Düsseldorf des WDR am 20.06.2013
Kurz nach 9 Uhr erreichte die Gruppe der WDR-Pensionär/innen den Landtag in Düsseldorf. Auf dem Programm stand die Beobachtung einer Plenarsitzung. Nach dem Sicherheitscheck erläuterte uns die Gästeführerin den Ablauf der Besichtigungstour. Zunächst sahen wir einen Videovortrag über das Landtagsgebäude und die Geschichte seit Gründung des NRW-Parlaments. Ausführlich wurden wir über die Sitzverteilung im jetzigen Parlament sowie über die Platzierung von Landtagspräsident/in und Abgeordneten im Plenarsaal informiert.Nach einem reichhaltigen Frühstück konnten wir von der Besuchertribüne aus die Plenarsitzung verfolgen. Die Abgeordneten debattierten über die Beteiligung des Landes NRW an den Kosten der Hochwasserhilfe. Gerade wegen dieses aktuellen Themas war es für uns sehr interessant, die Argumentation der Abgeordneten zu verfolgen.

 
Das Mittagessen nahmen wir im Brauhaus "EigelStein" ein. Danach sahen wir im Funkhaus Düsseldorf zunächst eine filmische Einführung in die Entstehung und die Geschichte sowie die Arbeit im Funkhaus. Vorrangige Aufgabe ist die aktuelle Berichterstattung aus und über das Land NRW, nicht zuletzt über die Landespolitik. Von der Empore des Fernsehstudios, aus dem die aktuellen Sendungen "Daheim und unterwegs", "Aktuelle Stunde" und "Lokalzeit Düsseldorf" übertragen werden, konnten wir die Vorbereitungen zur Sendung "Daheim und Unterwegs" verfolgen und hatten Gelegenheit, uns über die moderne Übertragungs- und Beleuchtungstechnik informieren zu lassen. Den Abschluss der Führung bildete der Besuch eines Hörfunkstudios.

Fotos von Karl Hermann Meier finden Sie hier. Wilhelm Pütz hat seine Eindrücke in Reimform festgehalten. Schmunzeln Sie hier beim Lesen.

Exkursion in die Vulkaneifel am 15. Mai 2013
Wir mussten in anderen Zeitabläufen denken: Nicht einmal 13.000 Jahre ist es her, seit in der Eifel der letzte Vulkan Lava spuckte und große Teile der heutigen Eifel verwüstete.  Auch wenn es ewig her zu sein scheint, aus geologischer Sicht gilt der Vulkanismus in der Eifel noch als aktiv.
Mit dem Kölner Geologen Sven von Loga, der uns auf dieser Tour ganztägig begleitete, hatten wir einen ausgezeichneten Experten, der uns kenntnisreich und verständlich Einblicke in die vulkanologische Geschichte der Eifel, insbesondere der Region zwischen Mendig und dem Laacher See, gab. Sven von Loga hatte individuell für die Gruppe des SeniorenForums ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Schon auf dem Weg nach Mendig verließen wir die Autobahn und gingen hinein in den Dachsbusch-Vulkan, ein typischer Schlackenkegel bedeckt mit rötlich-basaltischen Aschen. An der Westseite sahen wir die große eiszeitliche Rutschungsfalte, ein vulkanologisches und klimageschichtliches Bodendenkmal von großer Bedeutung.
Weiter ging es nach Mendig. Dort waren wir zu Führungen in Lava-Dome und Lavakeller angemeldet. Eine Zeitreise in die ursprüngliche Welt der Eifelvulkane erlebten wir im Lava-Dome: Wir wurden quasi zu Zeitzeugen zweier großer und folgenschwerer Vulkanausbrüche in dieser Region, dem Wingertsberg-Vulkan vor 200.00 Jahren und - mit einer multimedialen Show - insbesondere dem Ausbruch des Laacher-See Vulkans vor knapp 13.000 Jahren, bei dem weite Teile der Eifel unter Bims und Asche verschwanden.
Weiter ging es 150 Stufen hinab in die Erde, mitten in einen erkalteten Lavastrom. In dem gewaltigen Lava-Keller, in 30 Metern Tiefe,  bestaunten wir diese auf der Welt einzigartige unterirdische Landschaft, in der die Mendiger das kostbare schwarze Baumaterial als Basaltlava ausbeuteten. Bis heute ist die Mendiger Steinmetz-Tradition erhalten.
Wegen der stets gleich bleibenden Temperatur von 6-9 Grad nutzten Mitte des 19.Jahrhunderts 28 Brauereien diese Felsenkeller zur Bierlagerung. Im Vulkanbrauhaus in Mendig, der einstigen Hauptstadt der deutschen Bierbrauer, konnten wir uns bei der anschließenden Mittagspause stärken für das umfangreiche Programm am Nachmittag.
Mit dem Bus ging es dann weiter zur Ettringer Lay: Eindrucksvoll die mächtige, 40 Meter hohe große Wand aus Basaltlava und die alten, dort noch vorhandenen Bergbau-Denkmäler, die vom harten Leben der Bergleute und Pflastersteinschläger beim Abbau des Basaltgesteins im 19. und 20. Jahrhundert zeugten. Wir fuhren am Laacher See vorbei, um dann – Einstieg beim Römerbrunnen im unteren Brohltal - durch das Tönnissteiner Tal zu wandern. Sven von Loga machte uns immer wieder auf geologisch interessante Phänomene aufmerksam: Das Blubbern der aufsteigenden Kohlendioxid-Bläschen, zeigte uns geologisch interessante Gesteinsformationen, gab uns Tipps für landschaftlich besonders schöne und vulkanologisch interessante Wandertouren. Durch die Trass-Höhlen mit den mächtigen vulkanischen Bims-Ablagerungen gelangten wir dann zum Gasthof Jägerheim am Ausgang des Tönnissteiner Tals. Beim Abendessen ließen wir den – zwar anstrengenden – aber nach einhelliger Meinung aller Teilnehmer sehr informativen und abwechslungsreichen Tag ausklingen. Manche Stein-Ausbeute wurde zur Erinnerung mitgenommen und ziert jetzt wohl einige Regale. Auch die Foto-Ausbeute der Kollegen  Hans Gumpitsch/Helga Hahn und Karl Hermann Meier gibt sicherlich auch denjenigen, die nicht teilgenommen haben, einen schönen Eindruck von dieser Exkursion. Die Fotoserie finden Sie hier.

Imkerei-Besuch in Nümbrecht am 5. Mai 2013
Ein wunderbarer Sonn(en)tag – geradezu ideal, um der idyllisch gelegenen Imkerei in der Nähe von Nümbrecht im Oberbergischen einen Besuch abzustatten und dabei alles rund um die Bienen und ihre Produkte zu erfahren.
Die beiden Imker Norbert und Stefania Herod empfingen uns überaus herzlich. Zur Einstimmung kredenzten sie uns einen leckeren Honig-Met. Wir erfuhren, wie das Leben mit und bei den Bienen so funktioniert, z.B. warum die Bienen tanzen, wie die Königin ihren Hochzeitstag verbringt und wie die „Mädels“ mit ihren männlichen Drohnen umgehen. Wie der Imker den Bienenstock beim Befall mit der gefürchteten Varroa-Milbe behandelt. Wir erfuhren viel über die Herstellung von Honig, die vielfältigen Sorten und die strengen Vorschriften des Deutschen Imkerbundes. Welche wichtige Rolle die Bienenhaltung für das ökologische Gleichgewicht spielt und die Auswirkungen der zunehmenden Industrialisierung.
Und dann ging es zu den Bienen. Norbert Herod– angetan mit seiner Schutzkleidung – zeigte uns das vielfältige rege Leben in einem seiner Bienenstöcke und erklärte, wie man einen „Ableger“ bildet, also ein neues Bienenvolk heranzieht.
Für unser leibliches Wohl hatte Stefania Herod gesorgt und verwöhnte uns mit einem wunderbaren Büffet, das alle unsere Erwartungen übertraf. Und dazwischen informierten und beantworteten beide Imker immer wieder locker und kompetent unsere vielen Fragen.
In ihrer Kerzenwerkstatt erklärte und zeigte uns Stefania Herod den Wachskreislauf und die von ihr gefertigten Bienenwachskerzen mit zum Teil bewundernswert filigranen Mustern.
Zum Abschluss - nach Kaffee und Kuchen - stand dann noch eine Honigprobe an. Bei den vielfältigen Sorten und Blüten-Aromen konnten wir dann unsere Sinne und Geschmacksnerven testen. Ein rundum gelungener Sonntag – fast wie Urlaub, meinten einige. Eine Foto-Ausbeute der Kollegen Heinz Engelstädter und Karl Hermann Meier finden Sie hier.



Hier
finden Sie eine Rückschau auf die Exkursionen 2007 bis 2012.

WEITERE ANGEBOTE
 
Seniorengymnastik
Heike Glebe bietet mittwochs von 10.00 bis 11.30 Uhr im Iyengar-Yoga-Institut Rhein-Ahr e.V., Am Römerturm 13, 50667 Köln, eine Gymnastik speziell für Senioren zum Jungbleiben an. Obergeordnetes Ziel  des Kurses ist es, im Alter Spaß und Freude an der Bewegung zu bewahren. Schauen Sie doch ganz unverbindlich vorbei. Ein Einstieg ist auch während des laufenden Kurses möglich. Weitere Informationen hier.

Seniorenwandergruppe
Weitere Informationen finden Sie hier.

Info
Koordination
Marianne Bauer und Ute Dorschel
WDR AKTIV E.V.
Auf dem Berlich, Raum 051
Appellhofplatz 1, 50667 Köln
Kontakt
WDR AKTIV Geschäftsstelle
Tel (0221) 220-6991
Tel (0221) 220-6779
Fax (0221) 220-6020
E-Mail: seniorenforum.wdr-aktiv(at)wdr.de

Marianne Bauer privat
Tel (0221) 317311
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Ute Dorschel privat
Tel (0221) 30232805
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Sprechstunde
Donnerstags 10 - 12 Uhr
Auf dem Berlich, Raum 051